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Kings of Leon (live bei Rock am Ring, 2014) © Tom Teubner

Auch am Festivalfreitag heute wieder als Special Guest dabei: die Sonne. Bei angenehmen Temperaturen lassen es die Ringrocker langsam angehen, um nachts bei Altmeistern des Metal richtig Gas zu geben.

Um fünf ist noch Platz vor der Center Stage, als Jake Bugg spielt. Der zwanzigjährige Engländer hat den Sound aus Sechzigern und mischt darunter Country- und Rock'n'Roll-Einflüsse. Denen, die schon da sind, gefällt es.

Un-fucking-fassbar 

Danach verwandelt sich die Hauptbühne in ein irisches Open-Air-Pub: Mr. "Un-fucking-fassbar" Rea Garvey ist da. Es geht gemütlich und gut gelaunt zu. Währenddessen steigt auf und vor der Alternastage mit Awolnation schon eine kleine Party.  Auch vor der Center-Stage wird es noch etwas munterer: Kasabian stellen ihr neues Album "48:13" vor.

Zur selben Zeit spielen Gogol Bordello auf der Alternastage mächtig auf: Ihre Musik, eine Mischung aus Punk, traditioneller Musik der Roma und Rock, funktioniert und bringt die Leute zum Tanzen. Es ist wie eine Riesenparty mit Freunden.

Nicht von dieser Welt 

Circa anderthalb Stunden später heben auf der größten Bühne fünf Schweden ab ins All: Mando Diao haben diese Welt verlassen. Das sieht man an der Bühnendeko und hört man am Sound. Die Songs klingen nicht wie auf Platte, sondern bekommen durch Synthesizer ein anderes Klangewand. Zum Finale gibt es noch einen kurzen Auftritt von Caligola. 

Die Editors auf der Alternastage legen einen guten Auftritt hin, der auch auf Interesse stößt, aber die richtig Stimmung kommt nicht unbedingt auf. Um fair zu bleiben muss man sagen, dass die Mischung aus Indie und New Wave auch nicht unbedingt zum Abgehen geeignet ist.

Auf die Könige wurde gewartet 

Dieser Festivaltag hatte insgesamt zwei Gewinner. Der erste steht um kurz nach 22 Uhr auf der Bühne: Bei dem Jubel, mit dem die Kings of Leon empfangen werden, wird klar, auf wen die Leute gewartet haben. Die Vier aus Tennessee überzeugen mit einer feinen Videoshow und Liedern wie "Manhattan" oder "On Call". 

Queens of the Stone Age ziehen um 23.15 h noch einiges an Publikum, das zu "No One Knows" und "Smooth Sailing" abfeiert. Scheint so, als kämen die Leute heute etwas später in Schwung. Nach den Queens of the Stone Age spielen Nine Inch Nails, die ebenfalls auf gute Resonanz stoßen. Mal fühlt es sich fast an wie auf einem Rave, dann wird die Musik wieder langsamer und schwer, was nicht ganz untypisch ist für Industrial Rock.

"Old school, new school? Shit, I didn't go to school!" 

Mastodon bereiten das Publikum schon einmal musikalisch darauf vor, was danach noch kommt: Sie liefern Metal mit viel Cymbals. Zugebenermaßen keine musikalische Höchstleistung, aber solide. 

Die letzte Band des Tages, Anthrax, betritt um viertel vor zwei Uhr die Clubstage und räumt ordentlich ab. Vor der kleinste Bühne des Festivals ist es ziemlich voll und die Leute tun ihre Pflicht: Moshen und Headbangen. Der Sound ist einwandfrei und Joey Belladonna bestens bei Stimme. Nach Maiden die zweite Band, die seit Jahrzehnten dabei ist und immer noch Gas gibt. Sie sind verdientermaßen die zweiten Gewinner des Tages. 

Fazit: Old School Speed Metal for the win.

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