Wir sind Helden (Maimarktclub Mannheim, 2008)
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Wir sind Helden (Maimarktclub Mannheim, 2008) Foto: Simone Cihlar © regioactive.de

Wir Sind Helden sind unbestritten eine der besten deutschen Bands, die aktuell in den Charts zu finden sind. Das fanden auch die mehr als 1500 Besucher des Konzerts im Mannheimer Maimarktclub im Rahmen der "Soundso Tour 2008". Es wurde getanzt und gefeiert. Anzugträger neben Girlie mit schwarzen Haaren und Totenkopfshirt, HipHopper neben Mutter und Kind. Dennoch züchten sich die Helden in ihrem Vorprogramm auch die eigene Konkurrenz heran!

{image}Ob es klug ist, sich eine besonders gute Band ins Vorprogramm zu holen, darüber mag man gelegentlich streiten. Es kann natürlich von Nachteil sein, wenn man als Hauptact einen schlechten Tag erwischt und der Support am Ende wesentlich besser dasteht. Oder aber man bietet dem Publikum eine neue Band, die unbedingt gehört werden muss, den eigenen Auftritt nur noch unterstreicht und die Vorfreude darauf wachsen lässt. Letzteres geschah im Maimarktclub beim Konzert von Wir sind Helden. Die Opener The Amber Light überzeugten ab dem ersten Akkord. Ihre Rocksongs, die im Bereich Post- und Alternative-Rock anzusiedeln sind, ließen jedes Indie–Herz höher schlagen und man kann sich sehr auf das dritte Album der Wiesbadener freuen, das Ende April erscheinen wird. Vor allem die starke Dynamik, das beherrschte Spiel mit der Gitarre, der pulsierende Bass und die starken Rhythmen sprechen mehr als für diese Band, von der man sicherlich noch mehr hören wird. Die Helden zeigten sich, als sie daraufhin die Bühne betraten, gewohnt fröhlich und eine Riesen-Party begann. Sie sollte beinahe zwei Stunden andauern.

Tanzen, Mitsingen, noch mehr Tanzen und Klatschen: diese Aktivitäten beherrschten die folgende Zeit. Judith Holofernes und Co. spielten sämtliche Hits und ließen auch das ein oder andere Mal, mit weniger bekannten und tanzbaren Songs, ihre empfindsame Seite aufblitzen. Man sah den Musikern an, dass sie Spaß an der Sache hatten, was das Publikum nur noch mehr animierte.

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Kleines aber außergewöhnliches Highlight war sicherlich der Beginn der ersten Zugabe, wo Frau Holofernes ein kurzes Stück über die Lebensmittelbeschaffungsmaßnahmen junger aufstrebender Musiker vor der Veröffentlichung ihres Debütalbums vorlas, das dem Buch Informationen zu Touren und anderen Einzelteilen entnommen ist, mit dem Wir Sind Helden auch auf Lesetour waren (den passenden Videoclip dazu findet ihr hier).

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Doch die Zuschauer ließen die vier Helden nebst Blasinstrumentenpiloten nicht von der Bühne, bevor nicht noch der Hit Denkmal durch die Boxen dröhnte. Sogar eine zweite Zugabe musste noch her. Mit Bist du nicht müde? beschlossen Wir Sind Helden den Abend dann auf besinnliche Art und Weise.

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Setlist: Intro: Ode an die Arbeit – Endlich ein Grund zur Panik – Von hier an blind – Heldenzeit – Wir kommen, um zu bleiben – SoundSo – The Geek – Außer dir – Wenn es passiert – Kaputt – Echolot – Ist das so? – Müssen nur wollen – Die Konkurrenz – Die Reklamation – Aurélie – Why can't I be you (Cure–Cover) – Nur ein Wort

Zugaben: Kurze Lesung aus dem Buch Informationen zu Touren und anderen Einzelteilen – Medley: Blow him back into my arms (Moneybrother–Cover) – Ein Elefant für dich; Slege Hammer Intro (Peter Gabriel) – Denkmal – Bist du nicht müde?

Alles zu den Themen:

wir sind helden the amber light

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