Gemeinsam suchen das Stadtmagazin MEIER und regioactive.de einmal im Monat bis in den entlegensten Winkel des Rhein-Neckar-Deltas nach den spannendsten Newcomern der Szene. Folge 10 präsentiert: The Blackest White.

Gemeinsam suchen das Stadtmagazin MEIER und regioactive.de einmal im Monat bis in den entlegensten Winkel des Rhein-Neckar-Deltas nach den spannendsten Newcomern der Szene. Folge 10 präsentiert: The Blackest White.

Was geht in der Musikszene des Rhein-Neckar-Deltas? Antworten liefern die Musikredaktionen des Stadtmagazins MEIER und regioactive.de schon seit vielen Jahren. Gemeinsam suchen sie einmal im Monat bis in den entlegensten Winkel des Rhein-Neckar-Deltas nach den spannendsten Newcomern der Szene. Deltas next Lieblingsband wird in einem Feature im MEIER und auf regioactive.de vorgestellt. Folge 10 präsentiert: The Blackest White.

{image}Ich für meinen Teil entdeckte den vollen Umfang des Schminkhandwerks erst für mich, als mir ein paar gut bemalte Mädchen in diversen Youtube-Tutorials erklärten, dass man Concealer nicht essen und sowieso niemals genug Kajal besitzen kann. Für die Herrschaften von The Blackest White gehört der richtige Look dagegen seit Anbeginn der Band-Historie zur Grundausstattung. "Make-Up ist für Mädchen ... und Rockstars!" verkündet ihre Online-Präsenz und zeigt, dass die Optik der selbsternannten Punk-Hearted-Glam'n'Roll-Combo stimmt.

Die durch und durch mit Haarspray versorgten Jungs aus Heidelberg sind eine akustische Rock-and-Glitter-Limited Edition, die auf dem besten Weg dazu ist, nächster Szene-Liebling des Deltas zu werden. Vielleicht, weil man im Gegensatz zu vielen anderen weiß, wie man sich zu inszenieren hat. Allen voran Sänger Polly T. Wood, der in schönster Rockstar-Kthxbye-Manier mit Sätzen wie "Plain and simple, we're the most awesome rock band in the universe. There's just nothing more to say" klarmacht, wer auf der Bühne eigentlich die Dirty-Glam-Buxe anhat. Man setzt tatsächlich nicht nur auf akute Gutfrisiertheit, sondern auch auf eingängige Bezeichnungen. Die Saiten streichelt bei The Blackest White ein gewisser Fabz Black, während Kris White die Drumsticks und Keith Rock den Bass in der Hand haben. Ganz schön international, die Herrschaften.

{image}Der Style stimmt also, doch natürlich interessiert hier umso mehr, ob unsere Ohren bei The Blackest White genauso verwöhnt werden. Die ersten Takte eines typischen Songs schmecken nach Schweiß, Whiskey und Glitter, Songtitel wie Porn Queen oder Wilder Side tun ihr Übriges. Dass die durchschnittliche Track-Dauer dabei selten über dreieinhalb Minuten liegt, wird im Hause The Blackest White unterstrichen. Hier halten sich die Jungs an die erfolgversprechende Länge eines guten Popsongs. Vielleicht hört man sich gerade deshalb ihre Playlist nicht nur ein zweites Mal an, sondern behält sie dazu den ganzen Tag in den Gehörgängen.

Explodieren soll die Soundmischung, und das tut sie, in kürzester Zeit, während das Blut wohldosiert kocht und der weibliche Teil der Hörerschaft zum spontanen BH-Schleudern ansetzt. Mit der richtigen Portion Dreck und den unüberhörbaren Einflüssen der glamgitarrenlastigen 70er und 80er schloss sich The Blackest White übrigens tatsächlich erst im letzten Jahr in Heidelberg zusammen. Und weil man trotz DIY-Management und Booking mit einem randvollen Konzertplan raketenhaft in Richtung Rock'n'Roll-Nirvana startete, hat man sich für das nächste Jahr so ziemlich alles auf die To-Do-Liste geschrieben, was man als Band erledigen kann. Man darf sich auf eine neue, laute Platte, Bühnenexzesse sowie leise Töne beim Unplugged-EP-Experiment freuen – und würde am liebsten schon jetzt in der Maske am Set zum angekündigten Video Mäuschen spielen.

 

Für DNLB kooperieren Backstage PRO und regioactive.de mit:

SessionMeier

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Alle Infos gibt es unter www.Backstage-PRO.de/deltasnextlieblingsband.

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