Clueso (live in der Heidelberg 2018)

Clueso (live in der Heidelberg 2018) © Alex Schäfer

Aufgrund der notwendigen Maßnahmen gegen das Coronavirus stehen viele Kulturstätten vor dem Aus. Ihr könnt mit einer Spende einen Beitrag dazu leisten, dass das kulturelle Leben nach der Krise weitergehen kann.

Aufgrund behördlicher Maßnahmen mussten in ganz Deutschland Clubs, Bars und weitere Kulturbetriebe temporär schließen. Die vorübergehende Schließung sorgt jedoch für Einkommensverluste, die viele Betriebe nicht stemmen können.

Schon jetzt sind zahlreiche Kulturstätten mit dem Aus konfrontiert. Staatliche Hilfen sind angekündigt, aber noch nicht ausgezahlt und werden sicher nicht den Einkommensausfall komplett kompensieren. Daher bitten immer mehr Kulturstätten um Spenden.

Solidarität mit der halle02 in Heidelberg

Auch die halle02 in Heidelberg bittet um Unterstützung. Da aufgrund der Veranstaltungsverbote keine Konzerte, Partys und Firmenveranstaltungen stattfinden können, erzielt die halle02 auch keine Einnahmen. Mit der Aktion #allefürdiehalle bitten die Betreiber der halle02 um die Unterstützung ihrer Besucher.

Damit verbunden ist ein Appell an Kartenkäufer, ihre Tickets für ausgefallene Veranstaltungen zu behalten oder die halle02 mit einer Geldspende zu unterstützen. Außerdem animiert die halle02 zum Kauf von Merchandise-Artikeln. Mit dem Kauf von Tickets für die SoliParty, die nach den Veranstaltungsverboten stattfinden soll, können Besucher der halle02 helfen, die finanzielle Krise zu bewältigen. Inzwischen ist die Spendenkampagne über Startnext gestartet.

Unterstützung auch in Mannheim gefragt

Neben der halle02 bitten auch andere Kutlurstätten im Rhein-Neckar-Gebiet um Hilfe. So sind auch kleinere Kulturbetriebe aus dem beliebten Mannheimer Szeneviertel Jungbusch in Not. Darunter auch das Blau, eine Kultkneipe, die schon seit 1995 besteht.

Das Blau war immer ein Ort für ausgelassene DJ-Partys, bot aber auch kleinen Künstlern eine Plattform. Musikliebhaber hatten dort die Gelegenheit, unbekannte Künstler zu entdecken und bei Live-Musik ihr Bier zu genießen. Um die Coronakrise zu überstehen, hat das Blau eine Spendenseite ins Leben gerufen.

Ebenfalls im Jungbusch zu Hause ist Strümpfe – The Supper Artclub. Seit 2009 existiert das sogenannte Mannheimer Kunstwohnzimmer. Damit Kulturstätte besteht und weiterhin Lesungen, Ausstellungen, Filmabende und Konzerte anbieten kann, ist Strümpfe gerade auf Spenden angewiesen. Auch für diesen Zweck wurde eine Spendenseite errichtet.

Ebenfalls auf Spenden angewiesen ist der Mannheim KULT. 50 Konzerte mussten aufgrund der Coronakrise abgesagt werden. Der Mannheim KULT organisiert seit Jahren Konzerte in kleineren Mannheimer Clubs und Kneipen und ist somit eine wichtige Institution der lokalen Musikszene.

Update, 26. März: Auch das Musiktheater REX in Bensheim hat inzwischen eine GoFundMe-Aktion gestartet. Auch der 7er-Club in Mannheim bittet auf derselben Plattform um Spenden – und hat sein Fundingziel bereits deutlich übertroffen.

Kinos durch Gutscheine unterstützen

Auch Kinos sind von den Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus betroffen und können ihren Betrieb nicht wie gewohnt weiterführen. Gerade für kleinere Kinos kann es das Existenzaus bedeuten.

Die Mannheimer Programmkinos Atlantis und Odeon versuchen, sich aktuell über den Verkauf von Gutscheinen über Wasser zu halten. Wer das lokale Programmkino unterstützen möchte, findet weitere Informationen auf der Facebook-Seite des Kinos.

Spendenaktion für Hamburger Clubs

Beispielsweise hat das Clubkombinat in Hamburg eine große Spendenaktion zur Rettung der dortigen Clubs in Leben gerufen. Mit der Aktion S.O.S Save our Sounds werden Gelder zur Rettung der Hamburger Club- und Kulturlandschaft gesammelt werden. 

In anderen Städten ist die Lage nicht besser: Auch in Berlin ruft die Clubcommission auf der eigens eingerichteten Seite #unitedwestream zu Spenden auf. In der clublosen Zeit bietet der "größte digitale Club der Welt" mehrere Stunden lang Livestreams von DJ-Sets und Live-Performances. 

Auch in Köln hat die Klubkomm gemeinsam mit den betroffenen Clubs eine Online-Plattform mit dem Namen Cologne Culture Stream, auf der Konzerte und Performances übertragen werden und zu Spenden aufgerufen wird. Ebenfalls zu spenden ruft pop rlp, die Nachwuchsförderungsinitiative des Landes Rheinland-Pfalz unter dem Hashtag #rettetdiepopkultur auf.

Der Erhalt von Clubs, Bars und Kinos ist von der Unterstützung ihrer Stammgäste abhängig. Wer also will, dass der Lieblingsclub oder die Stammkneipe auch noch nach der Coronakrise besteht, sollte im Rahmen seiner Möglichkeiten helfen. 

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