The Basement Group setzten sich souverän in der 1. Vorrunde des Newcomerfestivals Rhein-Neckar durch.

The Basement Group setzten sich souverän in der 1. Vorrunde des Newcomerfestivals Rhein-Neckar durch. © Daniel Nagel

Die erste Vorrunde des 6. Newcomerfestivals Rhein-Neckar fand einen klaren Sieger. Nach dem übereinstimmenden Votum von Jury und Publikum zog die junge Heidelberger Band The Basement Group in das Finale im September in Mannheim ein.

An manchen Ergebnissen gibt es schlichtweg nichts zu rütteln: The Basement Group dominierten mit ihrem Auftritt die 1. Vorrunde des diejährigen Newcomerfestivals Rhein-Neckar. Weder Abi-Stress noch technische Probleme vermochten die Heidelberger Band aus der Ruhe zu bringen.

Frischer Rocksound

The Basement Group zeichnen sich durch einen beeindruckenden Bandsound aus, der sehr an Rockmusik der 1970er-Jahre erinnert, aber stets eigenständig wirkt. Die Band imitiert Vorbilder nicht etwa, sondern liefert eine frische Interpretation dessen, was man als klassischen Rocksound bezeichnen könnte.

Zu diesem trägt die Rhythmusgruppe einen exzellenten Groove und Gitarrist Tim Staat sein vielseitiges Gitarrenspiel bei. Die meiste Aufmerksamkeit zieht aber Sänger und Gitarrist Tim Terborg auf sich, der einen überragenden Auftritt als Frontmann abliefert.

Frontmann mit Entertainmentqualitäten

Er verfügt nicht nur über eine sichere, ausdrucksstarke Stimme, die sich mühelos gegen die Instrumente zu behaupten vermag, sondern auch über die nötigen Entertainmentqualitäten. Sein kleines "Tänzchen", seine Gesten, selbst seine Mimik tragen dazu bei, dass das vornehmlich jugendliche Publikum immer näher zur Bühne rückt.

Obwohl man der Band ihr jugendliches Alter anmerkt, so machen sie doch vieles richtig. Ihre Songs sind nicht überladen, sondern effektiv, gradlinig und schlüssig arrangiert. Man darf gespannt sein, wie sie sich im Finale in der Alten Feuerwache im September präsentieren.

Keine Enttäuschungen

Die übrigen Acts der 1. Vorrunde enttäuschten keineswegs. Sänger/Songwriter John Melo lieferte eine überzeugende Performance ab, bei der er deutsche und englischsprachige Songs mischte und mit Beatbox und Loops anreicherte. Damit gelang es ihm, das Interesse des Publikums zu gewinnen und mit reichlich Applaus und zahlreichen Stimmen bedacht zu werden.

Gembala sorgen ebenfalls für reichlich Stimmung vor der Bühne. Ihr funkiger Rocksound und ein ebenfalls starker Frontmann mit viel Bühnenpräsenz bringen das Publikum zum Tanzen. Die Schwäche der Band besteht im Mangel an erinnerungswürdigen Songs.

Ansprechender Auftakt

Ein ähnliches Problem hat auch die Heidelberger/Karlsruher Band Hot Sushi Club. Obwohl die drei Musiker sich viele Gedanken über Licht und Styling gemacht hat, was keinesfalls ein Fehler ist, hat man den Eindruck, dass sie noch nicht als überzugende musikalische Einheit funktioniert, wofür möglicherweise das Fehlen eines Bassisten verantwortlich ist.

Insgesamt bot die 1. Vorrunde gute Unterhaltung für die Zuschauer, so dass wir der nächsten Vorrunde am 11. Mai in der Alten Feuerwache mit Freude entgegensehen.

Weitere Livetermine der Bands und die übrigen Termine des 6. Newcomerfestivals Rhein-Neckar:

 

Das könnte Sie auch interessieren