Rapsoul

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Seit einigen Tagen stehen sie nun in den Plattenläden: Das dritte Album von Rapsoul "Irgendwann" und ihre neue Single "Tag eins nach Dir". "Irgendwann wird alles besser", sagten sich Jan, Steve und CJ, nachdem Sie im mit einigen Problemen zu kämpfen hatten, weil ihr Plattenlabel GUN pleite ging und Sänger C.J. an Stimmproblemen laborierte. Nun wird voller Optimismus nach vorne geschaut. Im Interview mit regioactive.de, das sie bei einem Charity-Event im hessischen Groß-Gerau gaben, sprachen sie unter anderem über ihr Album, ihre Musik, und darüber wie schwer es zur Zeit ist, in den Charts nach oben zu kommen.

{image}Ihr wart schon im letzten Jahr beim großen Charity Event zugunsten der Stiftung Kinderhospiz dabei. Ist es für euch selbstverständlich, derartige Projekte mit eurem Auftritt zu unterstützen?

Jan: Wir sind auf jeden Fall immer gern dabei, weil es ja auch für einen guten Zweck ist. Wir helfen gern, wo wir helfen können und es macht auch Spaß. Es sind auch gleichzeitig unsere Fans hier, außerdem können wir damit auch neue Fans gewinnen und Leute von unserer Musik überzeugen. Aber an erster Stelle steht natürlich, dass wir das Ganze für einen Guten Zweck machen. So etwas sollte man auf jeden Fall unterstützen.

Ihr seid bereits seit einigen Jahren immer wieder mit Hits in den Charts vertreten. Um noch einmal zu den Anfängen zurückzukommen – wie ist das Projekt Rapsoul entstanden?

Jan: Die Band hat sich 2004 formiert. Steve und ich haben alleine Musik gemacht, und C.J. ebenfalls. Kennengelernt haben wir uns in einem Plattenladen. Wir hatten dann die Idee, uns zusammenzuschließen und eine Nummer auszuprobieren, was ganz gut lief. Die wurde dann von Planet Radio gespielt, was ein bisschen für Aufmerksamkeit gesorgt hat. Daraufhin wurden wir angesprochen, ob wir nicht ein Album aufnehmen wollen – was wir getan und an alle Plattenfirmen geschickt haben. Eine hat dann auch zugesagt: Sony BMG. Danach waren wir auf Tour mit den Backstreet Boys. In der Zeit erschien unsere erste Single Verzweifelt und dann ging eigentlich alles Schlag auf Schlag: Eigene Tour, zweites Album und nun auch das dritte Album.

{image}Eure Songs stecken immer voller Gefühl, sodass sich die Hörer selbst hineinversetzen können. Woher stammt eure Inspiration, solche Songs zu schreiben? Oder verarbeitet ihr immer eigene Erlebnisse?

Steve: Ja, 90% sind selbst erlebte Geschichten, der größte Rest geht auf Erlebnisse von Menschen aus unserem Umfeld zurück. Auf dem neuem Album gibt es den Track Bester Freund, da geht es um Alkoholmissbrauch. Das ist zwar nichts, was uns persönlich betrifft, aber man sieht ja in den Medien, dass die Jugendlichen es momentan etwas übertreiben. Deswegen dachten wir uns, dass wir mal einen etwas sozialkritischen Text schreiben, aber ansonsten kommt alles direkt aus unserem Leben.

Seit einer Woche steht nun euer neues Album Irgendwann in den Plattenläden. Wie ist es für euch, nach so langer Zeit und Arbeit nun endlich die Platte in den Regalen stehen zu sehen?

Jan: Das ist ein geiles Gefühl, weil man einfach weiß, dass man es endlich geschafft hat, das dritte Album zu produzieren. Manche Künstler schaffen nicht einmal das zweite Album. Wir sind jetzt immer noch im Geschäft, auch wenn das momentan ziemlich mies läuft. Durch den Tod von Michael Jackson ist das Problem entstanden, dass plötzlich 21 Singles und 13 Alben von ihm in den Charts sind, was wiederum die Chancen der anderen Künstler, hoch in die Charts einzusteigen, stark verringert.

Was ist das besondere an eurem neuen Album? Was unterscheidet es von den beiden Vorgängern?

Jan: Vom ersten Album unterscheidet es sich gar nicht so sehr, nur dass wir erwachsener geworden sind, wieder den Kopf frei hatten und die Lieder so geschrieben haben, wie wir es früher schon gemacht haben. Wir haben uns wirklich darauf fokussiert, einen freien Kopf zu behalten, das war uns bei dieser Platte sehr wichtig. Ob sie nun erfolgreich ist oder nicht – wichtig ist, dass Herzblut darin steckt.

Wie kam es zum Albumtitel Irgendwann?

Jan: Naja, "irgendwann" wird alles besser!

Welcher Song des Albums gefällt euch selbst am besten?

Steve: Schwer zu sagen! Wenn ich gut gelaunt bin und Party machen möchte, höre ich Tanz in die Nacht, weil es ein bisschen schneller ist. Wenn es mir mal nicht so gut geht, höre ich zum Beispiel Irgendwann oder Sie wissen nicht wie es ist. Also das ist wirklich stimmungsabhängig, aber genau das wollten wir mit dem Album auch erreichen: nämlich, dass unser Album für jede Stimmung etwas bietet.

{image}Ihr macht in den letzten Wochen sehr viel Werbung für eurer Album und die neue Single auf Internetportalen. Für wie wichtig haltet ihr diese Art der Kommunikation mit den Fans und wie wichtig sind euch eure Fans?

Jan: Also die Werbung ist ja etwas anderes als die Kommunikation. Die Werbung durch und auf Seiten wie myspace etc. ist einfach die neue Werbung der Jugend. Es geht weniger über Fernsehen, sondern mehr über das Internet, weil die Leute mehr vor dem Rechner sitzen. So erreichen wir sie. Der Kontakt mit den Fans ist uns ebenfalls sehr wichtig, deswegen sind wir gerade auf Veranstaltungen wie dieser, wo unsere Fans sind. Außerdem verlosen wir immer wieder Sachen, machen Treffen, geben Fankonzerte. Denn die Fans halten uns am Leben.

Mit welchem Künstler würdet ihr gern einmal zusammen arbeiten?

C.J: Anthony Hamilton.

Steve: Gute Frage, im Moment wohl Lady GaGa.

Von welchen Musikrichtungen und Künstlern habt ihr euch beeinflussen lassen?

C.J: Bei mir ist es Black Music aus den 80igern, Soul und Motown.

Jan: Udo Lindenberg, Eminem, Michael Jackson – sehr komisch, da es eigentlich kein Rap ist, aber man schöpft ein paar Gefühle aus der Musik. Michael Jackson war schon ein richtig großes musikalisches Vorbild für mich. Unter den Rappern war es Eminem, aber irgendwann kommt man dann auch so ein bisschen zur Vernunft und hört auf, Baggy-Jeans zu tragen und so was.

Was habt ihr euch für eure Zukunft vorgenommen? Wird es demnächst wieder eine Tour geben?

Jan: Ja, die Tour startet im Herbst und eine zweite Single kommt ebenfalls zu dieser Zeit heraus. Das wird Irgendwann sein, sozusagen der Soundtrack zu unserem Album. Außerdem werden wir im Sommer noch ein paar Konzerte spielen und mal schauen, was die Zukunft noch so bringt.

Vielen Dank, dass ihr euch die Zeit für das Interview genommen habt!

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