Sulphur Sonic 2006
Schwefel
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Sulphur Sonic 2006 Schwefel Photograph: Jonathan Kloß © regioactive.de

Über das neue Schwefel-Album "Mystifier" ist im Booklet eigentlich soviel zu erfahren, wie aus anderen Künstlern durch zehn Interviews nicht herauszuquetschen ist. Trotzdem oder gerade deshalb war mit Norbert Schwefel ein ebenso entspanntes wie interessantes Plauderstündchen in der Adria zu verbringen: Über sein aktuelles Album, Betrachtungen über gestern und heute, Hypes und Eigenständigkeit, Mannheim als Musikmetropole und als solches.

Musikindustrie und Konsumenten sind sich, was das Internet angeht, selten einig. Übereinstimmung herrscht höchstens in dem Punkt, dass Vermarktungsprogramme der Zukunft, die Möglichkeit einzelne Lieder statt ganzer Alben downzuloaden, offen lassen werden. Prinzipiell prima, aber setzt sich das langfristig durch, geht viel für diejenigen verloren, die niemals erlebt haben werden, dass gewisse Platten ihre Magie erst dann entfalten, wenn sie am Stück genossen werden. Schwefels Mystifier ist dafür ein exzellentes Beispiel: 22 (!) Songs, wie sie stilistisch kaum unterschiedlicher sein könnten und trotzdem ein rund um in sich geschlossenes Album.

Dem Konzept zu "Mystifier" liegen die Tarot-Karten zugrunde. Norbert Schwefel ließ sieben Musiker Karten aus den 22 Trümpfen des Spiels ziehen. Text- und Musikaufträge wurden so nach Zufallsprinzip verteilt. Zu jeder dieser Karten sollte ein Song entstehen. Einzig feste Bedingung: Nicht über vier Minuten Länge, verständlich bei einem 22 Songs umfassenden Album.

regioactive.de: Nach der 99er Scheibe "Edge City" ist "Mystifier" musikalisch wie stimmungsmäßig extrem abwechslungsreich. Songs zu einzelnen Tarot-Karten, Musik und Text per Zufall an Musiker verteilt... Wie kommt man zu so einem Konzept für ein Album?

Norbert Schwefel: Nach "Edge City", deren Konzept sich um die Abgründe einer Großstadt drehte, wollte ich einfach mal was anderes machen. Mannheim war natürlich für mich die Vorlage bei Edge City, es war aber so angelegt, dass auch jemand aus Berlin oder sonst woher etwas damit anfangen kann. Auch wenn's da beispielsweise um Schönau-Bronx geht, was sicher nur die Leute hier verstehen. "Edge City" war sehr düster und auch gleichförmig – von daher ist "Mystifier" das krasse Gegenteil. "Edge City" war seine Art ein Abgrund – das letzte Lied, "2000 Lightyears" – und Tschüss...

regioactive.de: Wie kam es dann dazu, dass du ein Album über Tarot gemacht hast?

Norbert Schwefel: Es musste was anderes kommen. Einerseits wollte ich kein Konzeptalbum nachlegen, andererseits sind Konzepte auch klasse. Mir kam dann dieses Buch von Ton Steine Scherben, in die Hand. Die haben auch schon mal ne Platte übers Tarot gemacht. Beim Lesen des Buches dachte ich: Wow, das stelle ich mir fantastisch vor! Ich habe das Ganze dann um meine Spielregeln erweitert. Dadurch, dass verschiedene Leute zusammen komponiert haben, war es klar, dass die Platte sehr unterschiedlich ausfällt. Lediglich produziert habe ich fast alles selbst.
Für mich fängt die CD ab Titel Nr. 7 ("The Source of Inspiration", inspiriert von George Harrison und dessen Vorliebe für Indien) so richtig an. Die ersten Stücke sind eine Art Einleitung, ab dem siebten Song entwickelte die Platte so eine Art Eigendynamik, Magic. Sie ist immer noch Stück für Stück sehr verschieden, fängt aber – und das gefällt mir am besten an ihr – gewissermaßen an zu fließen.

regioactive.de: Die Tarot-Karten hatten für dich also vor dem Ton Steine Scherben-Buch keinen konkreteren Hintergrund?

Norbert Schwefel: Nein, ich hatte mich davor nicht weiter damit beschäftigt. Nachdem Lesen des Buchs fand ich das total interessant. Spannend war dann die Möglichkeit verschiedene Leute in dieses Projekt zu integrieren. Mir wird oft nachgesagt "der Schwefel macht alles selbst, der wechselt die Musiker wie die Unterhemden". Diesmal wollte ich's anders machen und zusehen, dass die Platte in einer Art eingeschworenen Gemeinschaft entsteht. War aber alles nicht so einfach.

regioactive.de: Du bezeichnest im Booklet das Projekt als größenwahnsinnig...

Norbert Schwefel: Meine Idee war die Sommerkarte als Leitmotiv für das Album zu nehmen – im Gegensatz zur düsteren "Edge City". Aber man kann so etwas natürlich nicht vorgeben, es war ja letztlich alles erlaubt. Z.B. sagt mir XY: "Was soll ich mit Tarot? Interessiert mich einen Scheiß." Daraufhin war mein Vorschlag: OK, zieh deine Karten und mach' den Song von mir aus darüber, dass es dich einen Scheiß interessiert. Dann passt das auch wieder, da es das ist, was du über diese Karte rübergibst. Klar war lediglich, dass ich die meisten der Songs singen würde – und damit deutsch und englisch die Sprachen der CD sein würden. Aber es war ein Kampf, besonders problematisch war, dass Bassist und Schlagzeuger während des Projekts ausstiegen. Das Ganze dauerte dann auch zwei Jahre. Ursprünglich sollte die Produktionszeit ein Jahr dauern, die Platte sollte dann Weihnachten 2002 veröffentlicht werden. Dass es ein Jahr länger wurde, lag dann auch an Problemen mit Plattenfirmen.

regioactive.de: Letztendlich bist du aber zufrieden mit "Mystifier"?

Norbert Schwefel: Ja. Es gab Stimmen, die sagten, hättest du nur 2/3 des Materials auf die Scheibe genommen, wäre es wirklich genial geworden, was ja auch der "normale" Produktionsprozess einer CD ist. Aber ich habe dieses Konzept gelebt, mir war immer klar: Am Ende werden 22 Songs auf dem Album sein. Es gibt überhaupt so unterschiedliche Meinungen über "Mystifier", wie das Album selbst ist. Über die Platte wie über die einzelnen Songs. "Let The Cobra Out Of The Basket", das Verona Davies (Stereo MCs, Evolver) singt ist für manche das beste Stück auf der Platte, andere fragen, ob ich denn so etwas nötig hätte. Das selbe mit den avantgardistischeren Stücken oder auch den Backing Vocals. Ich habe noch nie soviel unterschiedliche Kritiken über meine Musik gehört.

regioactive.de: "Mystifier" ist meiner Meinung nach, wie du sagst, trotz seiner Unterschiedlichkeit insgesamt im Fluss. Ich habe auch selten eine Platte mit so ausführlich dokumentiertem Booklet in der Hand gehabt.

Norbert Schwefel: Sie ist eigentlich auch wirklich dafür konzipiert in einem Stück gehört zu werden. Deshalb ist das Booklet auch so aufwendig gemacht. Bei der Auflage, die wir vermutlich haben werden, ist das eigentlich schon sehr teuer. Aber es war mir wichtig das alles so zu dokumentieren.

regioactive.de: Du sagtest, dein Motiv sei die Sommerkarte gewesen, das habe sich aber so nicht vorgeben lassen. Ist Mystifier denn düsterer geworden als du ursprünglich beabsichtigt hast?

Norbert Schwefel: Eigentlich nicht. Im Nachhinein kann ich sagen, wenn "Edge City" Schwefels schwarzes Album war, dann ist "Mystifier" das Weise.

Im zweiten Teil spricht Norbert Schwefel über seine Erfahrungen mit Managern und Plattenfirmen.

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regioactive.de: Du sprachst vorhin Probleme mit der Plattenindustrie und der Veröffentlichung an?

Norbert Schwefel: Nun, es gab schon Interesse. Nicht unbedingt von größeren Firmen, die suchen jüngere und kommerziellere Leute. Interesse gab es eher von Independent-Labels. Eine Firma, die mit dem Efa-Musikverlag zusammenarbeitet, hatte großes Interesse. Allerdings scheiterte das an dem Chef von Efa, da sich "Egde City" seiner Ansicht nach nicht gut genug verkauft hatte. Und ohne den Vertrieb von Efa war das dann auch mit dem Indie-Label nicht möglich, denn ohne Vertrieb kann man das Album ja kaum verkaufen. "Mystifier" läuft jetzt über den Swamp-Room Musikverlag in Hannover, der auch einen eigenen Vertrieb hat. Ansonsten haben wir alles selbst gemacht.

regioactive.de: Wie sind deine Erfahrungen im Musikgeschäft?

Norbert Schwefel: Früher habe ich genug schlechte Verträge unterschrieben. Wenn ich gefragt wurde, ob ich von Musik leben kann, musste ich antworten, na ja, eigentlich nicht. Wenn ich das heute gefragt werde, kann ich sagen, ja, im Moment schon, vielleicht halt auch nur fürs nächste halbe Jahr. (Lacht). Dadurch, dass ich das ganze Risiko auf mich genommen hab', hab' ich, solange ich täglich ein oder zwei CDs verkaufe, immer Geld in der Tasche. Eigentlich bin ich ganz glücklich damit, und vor allem redet mir niemand rein. Über Efa hab' ich mich natürlich schon geärgert. OK, es ist für eine Firma ein Problem zu wenig zu verkaufen. Aber man muss so etwas doch über zwei, besser drei CDs laufen lassen. Es ist einfach kurzsichtig nach einem Projekt aufzugeben.

regioactive.de: Was hast du zwischen eigentlich Mitte der 90er getrieben? Veröffentlichungsmäßig klafft da ja eine Lücke von ein paar Jährchen.

Norbert Schwefel: Nicht besonders viel. Wir haben zwar Sachen in der Alten Feuerwache produziert, aber dadurch, dass ich keinen Plattenvertrag mehr hatte, eben nichts veröffentlicht. Es war immer ein Traum von mir, das Ganze so auf eigene Füße zu stellen, wie das nun mit "Edge City" und "Mystifier" passiert ist, es hat aber doch fast 10 Jahre gedauert bis Tonstudio etc. soweit waren.

regioactive.de: Ende der 80er wart ihr ja ganz gut dabei: Im Spex Deutscher Newcomer des Jahres, selbst die Bravo hat ein paar Zeilen über Schwefel verloren...

Norbert Schwefel: Das war natürlich der Hammer! Der Manager damals war richtig gut. Er ist an die Bravo ran, und die haben dann prompt was geschrieben. Das Management war wirklich fähig, ist leider pleite gegangen, keine Ahnung was daraus geworden ist. Kleine Story: Er war selbst Musiker, vor allem Texter, aus Berlin. Seine Band war musikalisch nicht der Bringer, die Texte waren allerdings sehr poetisch und sehr gut. Er hatte ein Konzert mit seiner Band im SO36, berühmter Berliner Club, veranstaltet. Er hat Schwefel für diesen Gig angekündigt, ich wusste überhaupt nichts davon. Er hat Schwefel quasi in Berlin bekannt gemacht, ohne, dass wir jemals dort waren. Der Gig war dann wohl recht gut besucht, er gab bekannt, dass Schwefel leider ausfällt und spielte selbst. Von den Einnahmen hat er die erste Platte finanziert. (Lacht) Ok, war in einem gesponserten Juz, mit Rauchverbot und so weiter, aber prima.

regioactive.de: Also ein kleiner Hype?

Norbert Schwefel: Klar, er hat das Ding gehypt. War vielleicht auch das Problem, wir waren nicht wirklich reif für das Ganze. Er ging pleite, wir zu einer anderen, größeren Firma, die dann nicht wirklich viel für uns getan hat. Ein anderes Problem für uns war, dass das exakt die Zeit war, als CD Vinyl ablöste. Aber, wie gesagt, wie es jetzt läuft war's schon immer ein Traum von mir, ich kann alles entscheiden, auch bezüglich unseres Sulphur-Festivals am 30. August unter der Neckar-Vorland-Brücke. Das wird dieses Jahr zum ersten Mal stattfinden und den Charakter einer CD-Release-Party haben. Aber das CD Release ist nicht der springende Punkt bei diesem Festival, deshalb denke ich, dass ich nächstes Jahr dort gar nicht selbst spielen werde.

regioactive.de: Was kann denn Norbert Schwefel einer Band / einem Musiker raten, der ungefähr da steht, wo du Anfang 90er und Ende 80er warst?

Norbert Schwefel: Zunächst: Auf dem Boden bleiben. In dem Bizz wird dermaßen viel erzählt und übertrieben. Einer unserer Fehler war der Standpunkt, ich bin Künstler, ich kümmere mich nicht ums Geschäft. Das geht nicht. Es ist heute noch nicht meine Art, meine CD mit aller Gewalt anzupreisen. Aber Kontakt zu Medien etc. ist wichtig und nutzt. Die Leute aus der Glam-Rock-Ära wurden noch richtig über den Tisch gezogen. Im Gegensatz zu heutigen Boygroup-Geschichten wurde damals längst nicht soviel Geld verdient. Da heutzutage ordentlich Geld verdient wird, haben auch die Teenie-Bands vergleichsweise gute Einnahmen. Bei den meisten Glam-Rock-Bands blieb im Endeffekt gar nichts hängen – egal wie berühmt sie waren und wie hoch ihre Titel in den Charts standen. Die Beatles sind da das Gegenbeispiel, sie haben sich eingemischt, aber auch immer ihre Würde behalten. Es gab nie so etwas wie einen Ausverkauf. Die haben sich nie auf den Standpunkt gestellt: Wir machen unsere Musik und der Rest interessiert uns nicht, bzw. können wir auch nicht.
DSDS ist natürlich das Ende. Wenn die Musikindustrie meint das zu brauchen, na ja. Abgesehen davon, dass ich viel zu alt bin, hätte ich mir niemals vorstellen können auf so was aufzuspringen... Für ältere Zuschauer bedient das wohl auch noch am ehesten die Schadenfreude.

Im letzten Teil spricht Nobert Schwefel über die Popakademie und die Entwicklung der Musikszene in Mannheim.

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regioactive.de: Du bist ja nun seit ca. 15 Jahre in Mannheim am Musik produzieren. Wie siehst du denn die Stadt als Platz dafür?

Norbert Schwefel: Was das Image angeht, kann ich sehr gut damit leben. Durch den Titel Metropolis wurde meine Musik oft als "Großstadtmusik" bezeichnet. Ich will nicht behaupten, dass Mannheim eine Großstadt ist, wenn man 15 Jahre lang hier Musik macht ist's eher ein Dorf. OK, aufgewachsen bin ich halt auch in Lampertheim... Die Industrie hier hat auch ihren Flair. Und es gibt natürlich eine riesige Musikszene in Mannheim und Umgebung.

regioactive.de: Hat sich da aus deiner Sicht viel verändert im Lauf der Jahre? Ich denke da an Musikpark, Popakademie, es gibt einen Rock-Pop-Beauftragten der Stadt... Versprichst du dir mehr Rückenwind für Musiker in Mannheim?

Norbert Schwefel: Ich weiß nicht. Für Newcomer vielleicht. Für mich allerdings wohl nicht. Ich hoffe, es bringt wirklich was, und geht nicht auf das Niveau von DSDS. Für Alteingesessene, ich weiß nicht ... Sobald es um kommerzielle Schienen geht, heißt es halt meistens: Mit dem Schwefel ist kein Geld zu machen. Vielleicht sind die Konzepte hier in Mannheim interessant, es kommt interessante Musik dabei heraus und ermutig vielleicht junge Musiker verschiedene Sachen zu probieren und nicht immer das Gleiche. Gerade wenn es um junge Musiker geht ist es ja leider doch so, dass die meisten wirklich nur einen bestimmten Sound haben, auch wenn der dann fantastisch produziert ist.

regioactive.de: Gut, mehr Rückenwind für Leute wie dich vielleicht in dem Sinn, dass sich mehr Musikindustrie in Mannheim ansiedelt und Kontakte Abends in `ner Kneipe leichter herzustellen sind als Email-Verkehr mit jemand Anonymen in Köln oder sonst wo?

Norbert Schwefel: Muss man abwarten. Ich bin mir jetzt auch gar nicht so im klaren über das Konzept der Popakademie. Da sollen Leute gefördert, wohl auch trainiert werden... Auf seine Art schon klasse, eine bestimmte Form von Förderung hätte ich mir im Prinzip auch gewünscht. Ich hab' Gitarre und Klavier gelernt und klassischen Unterricht genommen, es gab auch gar keine andere Möglichkeit als eine klassische Ausbildung. Aber mein Hero war schon damals Marc Bolan, ein Gitarrist und Sänger, ein Boggie-Musiker (lacht). Das war mein Traum, und dann klassisch Gitarre lernen mit Fußbänkchen, die Gitarre auf dem linken Bein... Ich dachte, wieso denn das Bein, man setzt sich doch eher lässig hin und nimmt dann natürlich das Andere. War also schon damals so mein Gedanke. Wenn die Popakademie zu einer Art Schule für mehr Lässigkeit wird, dann ist das OK und im Vergleich zu früher auf eine Art fortschrittlich. Man muss sich mal anschauen wohin diese Geschichte wirklich steuert. Auch dahingehend wie kooperationsfähig diese Akademie ist oder inwieweit sie sich eher einschachtelt und ihr eigenes Süppchen kocht. Ich wohne im Jungbusch und sehe diese Baustelle täglich. Ich überlege dann jedes Mal, was man mit diesem Geld sonst noch alles hätte anstellen können. Stellen die da mal so versuchsweise so ein Ding hin. Derartige Summen sind für eine Firma wie Sulphur Sonic (Schwefels Label) natürlich utopisch. Na ja, es gibt Schlimmeres für das Geld zum Fenster hinausgeworfen wird, die Musikszene in Mannheim ist schon enorm.

regioactive.de: Größer als früher?

Norbert Schwefel: Ja, ich denke schon. In den 80ern gab's mal einen Sampler mit allen Bands aus Mannheim in Richtung Alternative Rock. Das war nicht nur Mannheim, eigentlich der ganze Umkreis. Und im Prinzip gab es auch gar nicht mehr Bands, als auf diesem Sampler vertreten waren. Es gab längst nicht soviel wie heute, was auch daran liegt, dass die Älteren bleiben und jüngere natürlich stetig nachkommen – ja, es wird immer mehr.

regioactive.de: Auf dem Cover ist zu lesen nach Mystifier sei nun der Weg frei für neue Verrücktheiten. Gibt's schon konkrete Verrücktheiten?

Norbert Schwefel: Wie gesagt, das Sulphur Festival soll regelmäßig stattfinden, losgelöst von Schwefel. 2004 haben wir vor, einen Sampler zu veröffentlichen. Barbara Lahr wird dabei sein, die Mantra Gora Lightshow Society, bei der der Gitarrist von Swamp Room mitspielt, und einige andere Künstler. Es soll jedenfalls wieder eine CD werden, die vom Sound her etwas ungewöhnlicher ist. Von Schwefel-Produktionen habe ich erst mal genug, vielleicht mal wieder eine Vinyl Platte, ne 10" oder so. Richtige Pläne hab' ich da noch keine, so ein Jazz-Projekt steht auch noch aus. Als "Edge City" rauskam, hatte ich die Idee für "Mystifier" schon im Kopf, wir haben eigentlich Promo für "Edge City" gemacht und schon die Karten für die nächste Scheibe gezogen. War vielleicht etwas übereifrig. Na ja, ich sehe die zwei Platten halt auch als Pärchen, das schwarze und das weise Album, und kann in der Hinsicht erst mal relaxen. Wirklich konkret ist nur der Sampler nächstes Jahr, mal sehen, wahrscheinlich rechtzeitig zum nächsten Festival.

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