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Astra van Nelle & der Lorbeerstorch (live beim Bandsupport Abschlusskonzert in Mannheim, 2016) © Beatrix Mutschler

Linke Szene und Liedermachen gehören zusammen wie Astra van Nelle und der Lorbeerstorch. Und welcher Ort wäre für das Duo da für ein Album-Release geeigneter, als die Villa Nachttanz in Heidelberg? Zahlreiche Fans sind der Einladung gefolgt, um gemeinsam die neuen Lieder zu hören und zu feiern.

Nachdem die Support-Acts Sylvie le Bonheur und Marit & Klaus aufgetreten sind, betreten die Stars des Abends unter Applaus auf die Bühne. 

Heidelberg ist Heimspiel für Astra van Nelle und den Lorbeerstorch. Das Publikum ist bereits angeheizt, es fehlt nur noch ein Funke zur Ekstase.

"Durch den Konsum…"

Und der wird geliefert. Während Astra sich bei jedem zweiten Lied die Seele aus dem Leibe schreit und man Sorge haben muss, dass seine Halsschlagader die Belastung nicht mehr mitmacht, malträtiert der Lorbeerstorch sein Percussion-Instrumentarium mit einer viergliedrigen Lomi Lomi Massage.

Das Duo hat aber auch ruhige Stücke im Repertoire. Nachdenklich bis gesellschafskritisch sind sie ohnehin fast alle. Der Draht zum Publikum besteht ebenso wie der zwischen den beiden Musikern. Die Dynamik auf der Bühne zeigt, dass hier zwei Freunde gemeinsam seit Jahren Musik machen.

"…ans Ende vom Geld"

Recht bald bildet sich ein wilder Pogokreis mittig vor der Bühne. Das nutzt der Lorbeerstorch, um zu einer Wall of Death zu animieren, die auch tatsächlich zustande kommt und funktioniert. Was kann man von einem Punkkonzert mehr erwarten?

Nach gut 80 Minuten ist Schluss mit dem Hauptteil und Astra van Nelle und der Lorbeerstorch verlassen die Bühne. Das Publikum sieht das aber gar nicht ein, sodass das Duo nicht eine, sondern gleich zwei Zugaben liefern muss. Danach folgt die obligatorische Aftershow Party. Ein rundum gelungener Abend.

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