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Roger Waters (live in Mannheim 2018) © Rudi Brand

In einem auf Twitter veröffentlichten Video beklagt sich Roger Waters darüber, dass seine aktuelle Musik auf den offiziellen Seiten von Pink Floyd nicht vertreten ist. Die Gründe sind ebenso einfach, wie die Lage kompliziert ist.

Vor einigen Monaten berichteten wir über ein vergebliches "Friedensangebot" von Roger Waters an David Gilmour und Nick Mason.

Inzwischen ist klar, worin Waters' Absichten bestehen. Nach seinem Ausstieg bei Pink Floyd besitzt er keine Rechte am Namen der Band und verfügt auch nicht über Zugriff auf die Homepage der Band sowie deren Social Media-Präsenz.

Zwei alte Streithähne

Genau das nahm Roger Waters zum Anlass, in einem auf Twitter veröffentlichten Video David Gilmour zu kritisieren. Er nimmt besonders Anstoß daran, dass seine aktuellen Projekte, wie eine Neuaufnahme des Songs "Mother" nicht auf den offiziellen Pink Floyd-Kanäle beworben bzw. vorgestellt werden.

Ein Blick auf die Homepage macht klar: Die dominante Präsenz auf der offiziellen Seite ist David Gilmour, während Nick Mason nur gelegentliche Erwähnung findet. Dass die Seite auch zur Werbung für den neuen Roman von David Gilmours Ehefrau Polly Samson benutzt wird, veranlasst Waters zu einem Seitenhieb, der sicher im Haus Gilmour nicht gut ankommen wird.

Verhärtete Fronten

Dass Roger Waters aber "gleichberechtigten Zugang" ("equal access") verlangt, macht eine Lösung sicher nicht leichter. Im Augenblick kann selbst bei den beiden offiziellen Mitgliedern von Gleichberechtigung keine Rede sein. In Bezug auf neue Projekte ist Gilmour absolut tonangebend, obwohl Mason keineswegs musikalisch inaktiv ist.

Dass Gilmour nachgibt, erscheint unwahrscheinlich. "Er glaubt, ihm gehöre die Seite", erklärt Waters und gibt die rechtliche Lage vermutlich zutreffend wieder. Aber wenn Gilmour wollte, könnte er auch Waters Zugang gewähren.

Das will er vermutlich nicht, während Waters auf "voller Gleichberechtigung" beharrt. Ànderfalls könnte Gilmour ja den Bandnamen in "Spinal Tap" ändern. Sagten wir nicht, dass sich hier zwei gegenseitig verdienen?

 

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