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Foto: Nils Rodekamp

FOTOS Foto: Nils Rodekamp © EMI Music Germany

Vor kurzem waren die Fotos im Berliner Postbahnhof zu Gast, um ihre neue Platte vorzustellen. Kurz vor dem Konzert trafen wir Frieder (Bass) und Deniz (Gitarre) im Backstage-Bereich des Postbahnhofes in Berlin. Auch Tom (Sänger) stieß kurz zu unserer Runde. Dort sprachen wir über das neue Album und die Veränderungen im Vergleich zum Debüt, über die deutsche Musiklandschaft, die Musikkultur, den heutigen Wert der CD und über den Kampf gegen illegale Tauschbörsen.

{image}In diesen Wochen habt ihr ein neues Album namens Nach dem Goldrausch auf den Markt gebracht. Bereits eure erste Platte war ja ziemlich erfolgreich, zumindest ist da ja ein kleiner Hype entstanden. Wie habt ihr das erlebt?

Frieder: Ja, wir sind ganz oft mit dem Wort Hype konfrontiert worden, aber das ist natürlich ein Hype in der Branche, weil bevor wir einen Plattenvertrag hatten, an uns verschiedene Plattenfirmen interessiert waren. Das spricht sich rum und dann war in der Branche plötzlich von Fotos hier, Fotos da, die Rede, aber das war überhaupt nicht so. Das Wort Hype ist ja eigentlich eine englische Sache. In England ist es ja wirklich so, da denken ..Mmh, jetzt fällt mir gerade der Name nicht ein. Du weißt bestimmt, welche Band ich meine…Aus Sheffield, mit der…

Arctic Monkeys?

Frieder: Arctic Monkeys, danke schön! Die bringen eine Platte raus und das kennen dann irgendwie 500.000 Kids vor den Plattenläden und die kaufen das Ding. Das geht ja hier nicht.

Ich habe auch das Gefühl, dass in Großbritannien die Bands viel mehr promotet werden.

Frieder: Richtig, sie werden viel mehr abgefeiert und hier war überhaupt gar keiner da. Die Platte kam raus, wir haben Konzerte in kleinen Clubs gespielt, haben dann Konzerte in bisschen größeren Clubs gespielt und dann ein paar Festivals gespielt. Also, das mit dem Hype haben wir zwar oft gehört, aber es war einfach kein Hype.

Habt ihr zunehmenden Druck von den Plattenfirmen gespürt, als ihr dann so erfolgreich gewesen seid? Wurdet ihr z.B. gedrängt, damit ihr unbedingt ganz schnell ein neues Album produziert?

Deniz: Also, wenn man einen Plattenvertrag für zwei Alben unterschreibt, wie es bei uns der Fall war, gibt es natürlich immer eine Zeitspanne, einen Termin, aber ich glaube, der Termin ist dann erst viele Monate nach der Veröffentlichung..(?) Egal, auf jeden Fall war das nicht der Grund für das schnelle Nachlegen, sondern wir wollten das einfach selber. Wir haben einfach soviel gespielt das ganze Jahr über bis in den Herbst hinein, sind dann direkt ins Studio gegangen, weil wir auf jeden Fall im Frühjahr das nächste Album rausbringen wollten und weil wir im nächsten Jahr wieder spielen wollten. Die ganzen Leute, die uns jetzt also gehört haben im Laufe des Festivalsommers, das wollten wir irgendwie ein bisschen ausnutzen und mitnehmen und nicht erst in Vergessenheit geraten. Wenn man im Sommer veröffentlicht, dann spielt man keine Festivals mehr, dann spielt man im Herbst eine Tour, aber dann ist man ein Jahr komplett weg vom Fenster. Und dann ist die ganze Arbeit, die man geleistet hat, ein bisschen umsonst.

Und habt ihr bei der Erwartungshaltung einen Druck verspürt, weil ihr ja bestimmt eine qualitativ ebenbürtige Platte machen wolltet?

{image}Frieder: Nein, das war eigentlich genau anders herum. Die Erwartungshaltung gab es durch den Medienhype vor der ersten Platte eigentlich viel eher, weil alle in der Branche darüber geredet haben, dass das ganz groß ist und groß werden wird, was aber von Anfang an eigentlich völliger Quatsch war, weil wenn du dir in Deutschland Bands anschaust, die schnell groß werden… das ist immer mit einem Radiohit verbunden. Es gibt keinen anderen Verteiler und hier in Berlin ist es zwar so, dass Radio Fritz uns gespielt hat. Aber Berlin ist ja eine ganz große Ausnahme bei der Radiolandschaft.

Das merke ich auch immer wieder. Ich komme ursprünglich aus der Nähe von Frankfurt/Main und bin jetzt hier nach Berlin gezogen…

Frieder: Ja, ich komme auch aus Süddeutschland, dann kennst du es ja... Ich weiß, es gab diesen Verteiler nicht. Das heißt, die Erwartungshaltung war insofern unangemessen, da klar war, dass der Sound eigentlich zu sperrig war, um irgendwie massenkompatibel zu sein. Wir fanden, dass es für unsere Verhältnisse alles super gelaufen ist. Ich glaube, auf der Seite der Plattenfirma hätten sie sich mehr erhofft und jetzt zur zweiten Platte gab es insoweit keine Erwartungshaltung, weil unsere Plattenfirma zwei Monate vor Veröffentlichung geschlossen wurde. Vor zwei Monaten gab es hier in Berlin noch "Labels", das unter Beteiligung von EMI dicht gemacht wurde. Wir haben unsere letzte Platte noch bei "Labels" rausgebracht und sind jetzt bei EMI in Köln und ich glaube, die haben gar keine Erwartungshaltung, aber auch keinen Bezug zu uns. Sie haben uns einfach übernommen, aber keine Erwartungshaltung.

Deniz: Überall hört man, dass das zweite Album das wichtigste Album wäre, aber im Endeffekt ist es so, dass sowieso jeder denkt, dass das zweite Album schlechter wird als das erste Album.

Ok, dann kommen wir jetzt zu eurer neuen Platte: Euer neues Album ist ja ganz anders als euer Debüt. Eure erste Platte klang ja eher nach britischem Indierock und jetzt sind da auch Funk-und Souleinflüsse sowie einige synthetische Klänge dabei. Wann war für euch klar, dass ihr ein anderes Album, eine andere Musik machen und euch verändern und wandeln wollt? Die Musik ist ja zudem minimalistischer geworden, weniger lärmig.

Frieder: Ich glaube, einerseits war für uns von Anfang an klar, dass wir keine Lust darauf hatten, die gleiche Platte nochmal ein bisschen anders zu machen und dann ist es so, dass wir uns ein bisschen gestört haben an diesen Nu-Wave-Gitarren. Es gab irgendwann tanzbare Gitarrenklänge, das war super. Aber dann kamen ganz lange immer neue Bands, die immer das Gleiche machten und wir haben dann irgendwann gemerkt, dass selbst wenn dann eine neue Band kommt, die neu und aufregend wäre, man trotzdem denkt: "Mmh, schon wieder das…". Und das führt dann automatisch dazu, dass man sich umschaut und überlegt, was es sonst noch gibt und was sonst noch so spannend in der Musik ist.

Deniz: Wir sind ja sehr viel rumgefahren im letzten Jahr und haben auch im Auto viel Musik gehört, aber haben auch besonders auf Festivals mit sehr vielen Bands gespielt, auch in ganz Europa, und irgendwann konnten und haben wir schon bei der Anfahrt auf das Festivalgelände Wetten abgeschlossen, was wohl gerade für Musik läuft und was danach für eine Band kommt und das stimmte einfach immer. Und irgendwann ist das immer so ein Brei von gleichem Sound.

Frieder: Genau, es gibt so wenige Überraschungen dabei. Das heißt nicht, dass die einzelnen Bands schlecht sind, aber…

Das stimmt. Viele Bands sind Retro-Bands geworden. Zumindest habe ich manchmal dieses Gefühl bei britischen Bands.

Deniz: Wenn man anfängt, Musik zu machen, die vor zwanzig Jahren cool war, dann ist das Retro. Wenn in den zwei Jahren danach aber die Bands die anderen Bands nachmachen, dann ist das ja noch kein Retro. Dann ist das Neo-Retro, Cover-Grunge. (lacht)

Dann wieder zurück zu eurem Album. Eure neue Platte heißt ja Nach dem Goldrausch. Ist das inspiriert von Neil Youngs Song After the goldrush?

Frieder: Nein, das ist Quatsch. Wir kennen natürlich das Album und den Song, aber…

Und wie seid ihr auf den Namen gekommen?

Deniz: Tom (der Sänger) hat irgendwie bei diesem Stück, welches ja auch eine Single ist, einfach ganz lange nach einer Textzeile gesucht. Es gab schon ein inhaltliches Gerüst in dem Song und er hat noch nach so einer Phrase gesucht.

Sänger Tom kommt zufällig in den Raum…

Deniz (zu Tom): Hier, Lust eine Frage zu beantworten? Wie bist du auf den Namen Nach dem Goldrausch gekommen?

Tom: Tatsächlich habe ich ewig einen Satz gesucht, aber der war dann wirklich auf diesem Album von Neil Young, welches in meiner Plattensammlung steht.

Wir haben uns nämlich gerade darum unterhalten, ob es von Neil Young inspiriert sein könnte…

Tom: Ja, das habe ich dort entdeckt. Es hat lange rumgespukt und irgendwann dachte ich, dass das ein guter Satz ist, den man dort verwenden kann.

Und dann will ich euch noch was zum Text von dem Song Nach dem Goldrausch fragen. Der klingt ja so ein wenig nach einer Selbsterkenntnis, dass wenn man ein Ziel erreichen will, nicht unbedingt das erwartet, was man als Ziel gern hätte. Dazu meine Frage: Ist die Suche nach dem erstrebten Ziel ein Teufelskreislauf und gibt es deswegen keine Selbstverwirklichung?

{image}Tom: Ähnliches Ding. Du hast es fast erkannt, aber letzten Endes kam ich drauf, weil ich zuerst auf den Song einen Text geschrieben habe, der über das Ankommen ging und dann habe ich diese Bob-Dylan-Doku ("No Direction Home") gesehen und dachte irgendwann, dass er sich zuerst wohl Gedanken gemacht hat, dass er über das Ankommen schreiben will, aber dann hat er irgendwie festgestellt, dass der Kernpunkt des Musiker-Daseins zum Texten und zum Kreativsein ist, dass man niemals ankommt, sondern immer weitergeht. Dass es niemals ein Ziel gibt oder eine Selbstverwirklichung. Es gibt keine Selbstverwirklichung, weil es sowieso immer alles falsch verstanden wird. Der Wirkungsgrad von dem, was du erschaffst bis hin zu den Leuten, geht total flöten. Deswegen musst du die ganze Zeit daran arbeiten, um irgendwo auf 49,7% Wirkungsgrad zu kommen. Ich weiß jetzt nicht, wonach Wirkungsgrad bemessen wird, aber um irgendwo quasi noch was an die Leute zu bringen, was du tatsächlich sagen willst, weil sie es letzten Endes sowieso nicht wirklich verstehen: Darum geht der Song.

Zum Text von dem Song Explodieren: Ihr schreibt ja oft Songs, die von zwischenmenschlichen Beziehungen handeln. Explodieren handelt ja eher von der Gesellschaft. Eine Zeile dort heißt: "hör endlich auf zu funktionieren, jetzt ist die Zeit zu explodieren", und das ist wahrscheinlich eine Anspielung auf die anwachsende Leistungsgesellschaft in unserem Alltag.

Tom: Das könnte man so verstehen, aber das ist mir ehrlich gesagt etwas zu platt gewesen. Deswegen geht es eigentlich nicht um das Funktionieren irgendeines Büroangestellten. Das ist mir aus meiner Sparte ehrlich gesagt relativ egal. Es geht um das kreative Explodieren. Es geht um das Nicht-Verbittertwerden, wie es in der Strophe auch gesagt wird. Dass das Geistige permanent funktioniert und dass Sich-Nicht-Verrücktmachen, weil man immer versucht, noch besser zu werden.

Essen, schlafen, warten, spielen handelt ja vom Touralltag. Nehmt ihr diesen Touralltag auch wirklich so wahr, wie ihr es in diesem Song beschreibt?

Frieder: Das bringt das Ganze natürlich auf den Punkt. Das ist jetzt zwar nicht nur Tristesse und Monotonie, aber da ist schon vieles dabei. Es ist schon so, dass 80% des Tagesverlaufs so sind, dass die restlichen 10-20% dann die Erlösung am Abend sind, sodass man weiß, wofür man das eigentlich macht.

Habt ihr eine Methode, euch vom Touralltag abzulenken?

Deniz: Wie gesagt, im Auto hört man natürlich viel Musik. Manchmal wird ein Buch gelesen oder auch geschlafen, aber es gibt jetzt keine richtigen Spiele oder so. Wenn wir einen langen Tag hatten, spielen wir manchmal Tennis.

Welche Einflüsse und Bands haben euch in eurer Musik geprägt?

Frieder: Ich glaube, das ist zu vielseitig.

Deniz: Die Einflüsse von uns allen kamen, bevor das Album rauskam. Da hatte jeder einfach seine komplett unterschiedliche musikalische Situation vor Augen. Von Grunge bis zur elektronischen Musik, Jazz, was auch immer. Vielleicht auch ein bisschen Metal. Die Zeit danach, die wir dann so vielfach zusammen verbracht haben, da hört man natürlich auch zusammen Musik. Man geht gemeinsam auf Konzerte. Man fährt zusammen Auto und hört Musik. Jemand zeigt dir, was er gerade für Musik gut findet. Das letzte Jahr war es tatsächlich viel elektronische Musik. Wir sind dann zum Beispiel zusammen auf das Daft-Punk-Konzert gegangen oder es lief mal die Timbaland-Platte und so. Ganz unterschiedlich also.

Hört ihr zum Beispiel auch Animal Collective?

Deniz: Animal Collective kenne ich jetzt nur von Tom, weil er sie mal live gesehen hat und er es ziemlich gut fand. Aber ich habe mich damit nicht so beschäftigt.

Zu einem anderen Thema: In England entwickeln sich ja dauernd Bandhypes, die sich dann auch weltweit ausbreiten. Meine Frage: Warum gelingt es deutschen Bands – bis auf wenige Ausnahmen – nicht, sich in so einem Maße weltweit auszubreiten?

Frieder: Ein ganz einfacher Grund, wobei das stimmt ja wiederum auch nicht... Ich wollte gerade sagen, dass die Sprache der Grund ist… In Deutschland kann man hingegen tatsächlich sagen, dass es hier einfach zu wenig gute Musik gibt, als dass das international interessant wäre.

Deniz: Die Sprachbarriere ist schon vorhanden, aber Tokio Hotel verpackt in englischer Sprache, das bringt nichts.

Frieder: Ich glaube, Tokio Hotel hat in Europa, Frankreich, Spanien schon auf Deutsch veröffentlicht und das deutschsprachige Album ist auf Platz 20 in Frankreich eingestiegen, aber das ist zum Beispiel eine Band, die wir wohl auch alle ziemlich scheiße finden. Tatsächlich besteht das Qualitätskriterium darin, ob die Musik – unabhängig von geschmacklichen Fragen – Popappeal hat. Aber ich glaube, dass die Leute für innovative Musik in Deutschland zwei Erwartungshaltungen haben. Sie würden dazu elektronische Musik zählen, weil es mit dem Krautrock und der Band Kraftwerk interessante Bands gab. Und das andere ist eben, wenn man den Leuten mit Teutonentum, wie z.B. Rammstein, ihre Klischees bestätigt. Dann wird das irgendwie interessant im Ausland. Aber es gibt mit Sicherheit tatsächlich im Verhältnis zu England einfach weniger gute Musik. Wenn man sich überlegt, wie viele Bands aus diesem Land kommen, welches weniger Einwohner hat als Deutschland, dann gibt es dort einfach viel mehr gute Musik.

Mir fällt z.B. auch in Schweden auf, dass dort die Bands richtig intensiv durch die Regierung gefördert werden. Das ist ja hier in Deutschland nicht der Fall.

Deniz: Ja, deutsche Bands werden hier nicht einfach nur stellenweise ignoriert, das Musikmachen wird hier einfach auch wahnsinnig erschwert. Das sieht man alleine schon an der Suche nach Proberäumen. Wir erleben das gerade in Hamburg, diese Suche ist einfach so wahnsinnig schwer. Da werden einfach vor unseren Augen regelmäßig Komplexe geschlossen, weil es sich dabei – wie auch immer – entweder nicht um die Interessen der Stadt handelt oder eben Privatbesitz ist.

Frieder: Ich glaube, in Deutschland hat Popkultur und Popmusik einfach keinen großen Stellenwert. Weder in der Wahrnehmung der Menschen, da es jetzt ja nicht so ist, dass achtzig Prozent der Menschen nach einem interessanteren Radioprogramm oder Musiksender schreien. Die Leute sind ja zum Großteil offensichtlich mit dem Mainstream-Radio zufrieden. Sonst wäre das nicht so erfolgreich.

Es gibt im Moment aber wenigstens Onlineradios, die ganz ok sind. Zum Beispiel last.fm, wo sich das Radio nach dem Geschmack des Hörers orientiert, oder auch byte.fm...

Frieder: Ja, klar gibt es ganz viele Angebote irgendwo in den Nischen, aber es ist trotzdem nicht so, dass der Großteil der Bevölkerung interessiert daran wäre, neue Musik zu entdecken. In Deutschland gibt es überhaupt keine Kultur, es gibt nicht so ein Zentralorgan wie den NME in England. Irgendeine Band wird auf dem NME abgefeiert und das kriegen alle im Ausland mit und in England wissen dann sowieso alle, dass das total aufregend und spannend ist.

Ich denke, hier gibt es vielleicht auch nicht so viele Musikzeitschriften..

{image}Deniz: Ja, aber auch unabhängig von den Printzeitschriften, auch nicht nur Radio, sondern überhaupt. Wenn man sich ein bisschen in England aufhält: Das habe ich jetzt auch nur als Tourist getan, paar Tage hier, paar Tage da, und es ist einfach gerade in London erstaunlich, wo überall wirklich interessante, gute, handgemachte Musik stattfindet. Das reicht dann vom Fahrstuhl bis zu einer Umkleidekabine in irgendeinem Klamottenladen bis auf die Straße, im Taxi, im Radio. Überall läuft dort einfach super Musik. Das ist hier einfach ganz anders.

Frieder: Und die Leute spielen wirklich auch einfach drauf los. Ich kenne das jetzt nur aus einem Irish Pub in Reutlingen, wo ich herkomme. Da war ich total baff! Ich meine, das ist so ein kleiner Mikrokosmos, aber es ist insofern repräsentativ, dass es immer so ein Treffpunkt für Engländer und Iren in der Stadt war. Da gibt es eine Fachhochschule, wo viele aus dem Ausland studieren. Diese Leute treffen sich dann dort, dann werden irgendwann die Türen hinten und vorne zugemacht, man setzt sich ins Hinterzimmer, dann gibt es zwei Gitarren und dann kreist die Gitarre da drei Stunden oder so rum und es werden die Stücke von Traditionals, aber auch U2, Neil Young, Travis oder einfach die ganze Britpop-Palette aus den letzten Jahren gespielt. Dabei kann jeder selber spielen, selber singen, aber du weißt auch, ob das jetzt ein Traditional oder ob es einfach ein neuer Popsong ist, der auf der akustischen Gitarre einfach nur so klingt. Dort gibt es eine andere Tradition und damit wird viel alltäglicher umgegangen als hier. Hier gibt es das einfach überhaupt nicht. Ich denke, dies hat wahrscheinlich mit hundert Jahren Tradition an Musikhören zu tun. Einfach die Gitarre zu nehmen und Musik zu machen.

--> weiterlesen im zweiten Teil: hier entlang!

...über den veränderten Musikkonsum, die kommenden Auftritte in China und mit einem Ausblick auf die Zukunft. Dazu gibt es noch Tipps für die regioactive.de Bandcommunity.

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