The BossHoss - Musik im Park 2007
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The BossHoss - Musik im Park 2007 Fotos: Jonathan Kloß © regioactive.de

Auch dieses Jahr sind die seit 2004 jährlich stattfindenden Open Air Konzerte im Schwetzinger Schlosspark wieder ein Publikumsmagnet. Der Veranstalter hat es aber auch geschafft, einen interessanten Mix an Künstlern zu buchen: Katie Melua, The BossHoss, Sasha und Nena stehen seit Donnerstag Abend auf dem Programm!

Unsere erste Fotogalerie galt dem Superstar, der das Musik im Park 2007 eröffnen durfte: Katie Melua zog am Donnerstag Abend über 5000 Zuschauer im Schlossgarten in ihren Bann. Ganz anderes Publikum hatte den Freitag im Blick: Zu The BossHoss glich der Schlossgarten einem Rodeo-Fest - so weit das Auge sah erblickte es fast ausschließlich Cowboyhüte.

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{image}The BossHoss kamen aber keineswegs den weiten Weg aus dem Wilden Westen nach Schwetzingen. Die Band hat ihre Weide vielmehr in Berlin und tourt derzeit im Rahmen ihrer "Rodeo Radio Tour 2007". Mit Rodeo Radio veröffentlichten die Cowboys aus Berlin 2006 ihr zweites Album, das den bereits vergoldeten Vorgänger gleich auf ganzer Linie übertraf. Das Album stieg Mitte Mai 2006 auf Platz 6 der deutschen Charts ein und hielt sich den ganzen Sommer in den Top 30. Mehrere Radiokonzerte, 20 TV Auftritte und über 60 Konzerte mit Hunderttausenden von begeisterten Fans (wie vor etwas über einem Jahr in der Mannheimer Feuerwache) haben Deutschland ins BossHoss-Fieber versetzt.

Das Publikum ist auch an diesem Abend - abgesehen von der stilechten Bekleidung - bunt gemischt, alle Altersklassen sind vertreten. Zum musikalischen Programm gibt es bei dieser Band kaum etwas zu sagen: Wohl kaum ein Song ist bei den sieben Cowboys davor sicher, durch die Country-Mangel gedreht zu werden. Wollte man der Band böses, so müsste man sagen: Titel wie My Favorite Game erfahren ein gewisses Maß an Verschandelung. Aber so ist es nicht. The BossHoss treten an, um mit ihrem eingefleischten Publikum eine große, gemeinsame Party zu feiern.

Da bleibt kein Pferd im Stall und keine Geste außen vor, da trifft Midwest-Dialekt bei den Songankündigungen auf laute "Yeeehaas" aus den Reihen der Zuhörer. Die Berliner präsentieren ein stimmiges, kompromissloses und daher überzeugendes Konzept. Und damit heben sie sich auch von jenen Bands ab, mit denen sie allzu oft verglichen werden: Texas Lightning sind einfach Pop, während BossHoss nicht zuletzt durch ihre Show der selbstgesetzten Bezeichnung "Trashcountry Punkrock" eher gerecht werden. Vielleicht sind es die modernen, wilden, frischen und jungen Truck Stop? Nein, jene waren Schlager-Mucker und die Berliner besitzen stattdessen ganz offensichtlich ein Rocker-Herz.

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