Katie Melua (Musik im Park 2007)
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Katie Melua (Musik im Park 2007) Fotos: Jonathan Kloß © regioactive.de

Auch dieses Jahr sind die seit 2004 jährlich stattfindenden Open Air Konzerte im Schwetzinger Schlosspark wieder ein Publikumsmagnet. Der Veranstalter hat es aber auch geschafft, einen interessanten Mix an Künstlern zu buchen: Katie Melua, The BossHoss, Sasha und Nena stehen seit Donnerstag Abend auf dem Programm!

Unsere erste Fotogalerie gilt dem Superstar, der das Musik im Park 2007 eröffnen durfte: Katie Melua zog am Donnerstag Abend über 5000 Zuschauer im Schlossgarten in ihren Bann.

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{image}Katie Melua hat schon viel gesehen von der Welt. Und das ging nicht spurlos an ihr vorüber. Die 22jährige zog 1993 mit ihren Eltern von Georgien - wo sie ihre Kindheit verbracht hatte - nach Belfast, 1997 dann gen London. Dort absolvierte sie bis 2003 die Londoner Brit School for Performing Arts mit Auszeichnung. Steil bergauf ging es aber erst, als Mike Batt - u.a. Produzent von Vanessa Mae und verantwortlich für Art Garfunkels Bright Eyes - auf sie aufmerksam wurde und sie unter Vertrag nahm.

Was folgte war eine reine Erfolgsgeschichte. Meluas Debut Call Off the Search erreichte in Großbritannien mehrfach Platin, in Deutschland gab es zwei Auszeichnungen. 2004 bei Live Aid und im März 2005 bei einem Konzert für Nelson Mandelas AIDS-Stiftung präsentierte sie sich einem Millionenpublikum. Weltweit gingen schon über 6 Millionen ihrer Alben über die Ladentheke und am 1. Oktober kommt schon ihr nächstes Album auf den Markt. Selbst im Guinnes-Buch der Rekorde steht sie: Anfang des Jahres spielte Melua in der Nordsee, ca. 369 Meter unter dem Meeresspiegel, zwei Lieder auf einer Bohrinsel und gab damit das tiefste Unterwasserkonzert, das jemals gegeben wurde.

Auf festem Boden fand am 16. August ihr Konzert im bestuhlten Schwetzinger Schlossgarten statt: Nachdem Duncan Townsend das Publikum mit seiner Singer-Songwriter Performance in den hereinbrechenden Abend begleitet hatte, betraten Katie Melua und ihre Band die Bühne. Schlagzeug, Piano, Gitarre und Bass boten das Gerüst, das sie nutzte, um ihre Stimme voll zu entfalten. Gelungen war der Bühnensound an diesem Abend, der den Gesang ganz weit in den Vordergrund rückte.

Das funktioniert freilich nur bei einer Sängerin, die mit so hoher Sicherheit intoniert wie Katie Melua. Gleichzeitig versteckt sich hier auch der Pferdefuß des Abends: Bis auf kleinere Soli hier und da kommt die Band kaum zur Geltung und bleibt nahezu reine Staffage. So stechen z.B. jene Songs viel mehr hervor, die Melua mit Gitarre ganz alleine begleitet. Der Rest bleibt seichter Pop, der an etlichen Stellen nach mehr Würze, Rohheit, Ecken und Kanten verlangt. Sich ganz auf stimmliche Qualitäten und perfekte Arrangements wie in Nine Million Bicycles zu verlassen, scheint an diesem Abend nicht die beste aller Lösungen zu sein.

Wir haben uns schon einmal ein Clubkonzert mit dieser Musikerin gewünscht und genau so lautet auch diesmal das Fazit. In kleinem Rahmen hätten die Songs eine Chance, ihre Emotionalität und Sensibilität voll zur Geltung bringen zu können. Etwas, das am Eröffnungsabend der diesjährigen Musik im Park Konzerte nicht zu 100% gelingen wollte.

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