Maroon 5 (live in Offenbach, 2011)

Maroon 5 (live in Offenbach, 2011) © René Peschel

Längere Zeit war es um die US-Band Maroon 5 still, doch mit dem Album "Hands All Over" meldeten sie sich nun eindrucksvoll zurück. Von ihren Livequalitäten konnte man sich am vergangen Donnerstag in Offenbach überzeugen. Ein besonderer Glücksfall, da dies der letzte Termin der Tour war, der nicht verschoben wurde.

{image}Das Offenbacher Publikum konnte sich wahrlich glücklich schätzen: Wenige Tage vor dem Konzert wurden fast alle ausstehenden Termine der Europa- und Russland-Tournee von Maroon 5 verschoben und so war Offenbach plötzlich die letzte Station der Tour. Sänger Adam Levine entschied sich kurzfristig, seinen Verpflichtungen in der amerikanischen Casting-TV Serie "The Voice" nachzukommen. Schade für die anderen Städte, umso besser für die Fans im Capitol, das komplett ausverkauft war. Diese warteten dementsprechend sehnlich auf die Kalifornier. Ein bisschen musste man sich allerdings schon noch gedulden – angesichts eines Ausnahme-Support-Acts fiel das aber auch nicht ganz so schwer. War ihr Name vielleicht nicht gleich jedem ein Begriff, so wusste man bei dem Titel Love Song sofort, um wen es sich da auf der Bühne handelte. Mit diesem Song landete Sara Bareilles nicht nur in den Top 10 der amerikanischen Billboard Charts, sondern sie war auch 2008 in Deutschland in den Top 15 zu finden. Ihr neuer Hit King of Anything von ihrem aktuellen Album Kaleidoscope Heart durfte an diesem Abend auch nicht fehlen. Im letzten Jahr erreichte sie mit diesem Song die Nominierung für einen Grammy. Mit dem gecoverten Fuck You von Cee Lo Green sorgte sie schon früh am Abend für eine ordentliche Stimmung und Begeisterungsstürme. Das lag sicher nicht zuletzt an ihrer herausragenden Stimme, die den Zuschauer vom ersten Moment an in den Bann zog.

{image}War vor dem Auftritt von Sara Bareilles noch Platz im Innenraum, enthüllte die Saalbeleuchtung nach dem mehr als gelungenen Auftritt, dass es mittlerweile ziemlich voll geworden war. Zeit also, um endlich zum Haupact des Abends zu kommen. Unter tosendem Applaus betraten Maroon 5, mit Lead-Sänger Adam Levine standesgemäß als letztem, die Bühne, um mit Misery direkt die erste Single des neuen Albums anzuspielen. Lang erwartet war dieses Album, hatten sich Maroon 5 doch seit 2007 damit Zeit gelassen und überraschten die Fans nun mit neuen Country-Einflüssen. Mit Hands All Over zeigten sie ihre abwechslungsreiche Seite, die aus einem Mix aus Rock, Pop, Funk und R&B besteht. Die Platte zeigt wieder einmal die Stärken von Maroon 5: Lockere, große Melodien, die einem nicht mehr aus dem Kopf gehen, geschmeidige Grooves und Lieder, in denen Adam Levine wilde Beziehungsdramen schildert.

{image}Den Durchbruch hatte die Band im Jahr 2002 mit ihrem vierfach mit Platin ausgezeichneten Album Songs about Jane. Aber auch ihr Album It Won't Be Soon Before Long wurde ein absoluter Volltreffer, enthielt es doch die Grammy-gekrönte Single Makes Me Wonder. Die Setlist war dann auch ein bunter Mix der drei Alben, auf denen Songs wie Harder to Breathe, This Love und She Will Be Loved nicht fehlen durften. Ein kleines Highlight des Abends wurde der neuerliche Auftritt von Sara Bereilles bei einem Duett mit Adam Levine bei dem grandiosen Out Of Goodbyes. Damit vertrat sie die Original-Duett-Partnerin Lady Antebellum mehr als würdig. Nach 60 Minuten verließen Maroon 5 dann erst einmal die Bühne, um nach mehreren Jubelausbrüchen erneut auf sie zurückzukehren. Den Applaus hatten sich insbesondere Adam und Gitarrist James Valentine aufgrund wechselseitiger hervorragender Gitarrensoli verdient. Mit den Songs Makes Me Wonder und Sunday Morning verabschiedeten sie sich dann endgültig vom Offenbacher Publikum nach einem wirklich gelungenen Abend.

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