Hatebreed (live in Mannheim, 2010)

Hatebreed (live in Mannheim, 2010) © René Peschel

Bereits zum dritten Mal in nur vier Jahren erwiesen die fünf Jungs aus New Haven dem Mannheimer Publikum die Ehre, diesmal im Zuge ihrer "Hatebreed"-Tour.

{image}Schauplatz hierfür war, wie in den Jahren zuvor, die alte Feuerwache. Der Support kam diesmal von Tenside, unter anderem auf Deutschlandtour mit Soulfly, Europatour mit Ektomorf, und sie standen schon mit namhaften Bands wie Death Angel und Pro Pain auf der Bühne. Ein hoch brisantes Programm also, "Feuerwache Hardcore". Umso verwunderlicher war also, dass alles in allem sich kaum mehr als 400 Besucher für diese Kombination aus Hardcore-, Death- und Trashmetal begeistern konnten. Das sollte jedoch letztendlich nichts an der Stimmung sowie der Mosh- Bereitschaft der Angereisten ändern. Tenside starteten sofort mit brachialer Gewalt durch. Obgleich doch ein großer Teil des Publikums sich noch hitze- und uhrzeitbedingt auf den eigentlichen "Main-Act" Hatebreed vorbereiteten, gelang es Tenside, denjenigen der zu Beginn noch recht überschaubaren Crowd, die von Anfang an dabei sein wollten, das Gefühl einer prallgefüllten Feuerwache zu vermitteln. Selbst eine von Frontmann Daniel Kuhlemann geforderte Wall of Death stieß auf Begeisterung und riss letztlich dann fast alle der 150 bereits Anwesenden mit sich.

{image}Als nach der recht kurzen Umbaupause das Intro von in Ashes they shall Reap erklang, der Opener von Hatebreed, gab es keinen mehr, den es noch draußen hielt.  Mit den für Tough-Guy-New-School-Hardcore – kurz Metalcore – üblichen, stampfenden Mosh- und Doublebass-Parts bildete sich vor der Bühne binnen kürzester Zeit ein MoshPit, der seines gleichen sucht. Neben einigen Klassikern bestand das Programm zum Großteil aus Songs des 2009 erschienenen Albums Hatebreed. Es flogen Schuhe, Brillen zerbarsten, und hier und da geb es blutige Nasen – eben alles, was zu einem Metalcore-Konzert dazugehört. Ein voller Erfolg, könnte man denken: Einziger Wehrmutstropfen war letztendlich, dass es der rundum stimmigen und gut konzipierten Show der Amerikaner an Kommunikation mit dem Publikum fehlte. Es wirkte alles, gerade gegen Ende, als habe die Band soeben nur ein Standardprogramm runtergespielt. Die Stimmung wurde dadurch zwar nicht direkt negativ beeinflusst, die meisten empfanden es doch etwas Schade, nach 2 Zugaben um 23 Uhr geradezu hinausbugsiert zu werden.

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