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Udo Lindenberg (live in Mannheim 2019) © Torsten Reitz

Zusammen mit seinem Panikorchester rockt Musikikone Udo Lindenberg gleich zweimal die Mannheimer SAP Arena und zeigt, dass er den Titel "Rock'n'Roll-Legende" zu Recht trägt.

Wer sich ein wenig mit deutscher Musikgeschichte beschäftigt, der kommt um den Namen Udo Lindenberg kaum herum. Der Musiker, der als Schlagzeuger seine Karriere begonnen hat, mauserte sich über die Jahre zum schillernden Panikpräsidenten und erlebt aktuell seinen werweißwievielten Frühling.

Auch live ist er ein echtes Phänomen. Wie immer mit Hut und Sonnenbrille rockt er das Publikum und begeistert die Zuschauer mit einer mitreißenden Show voller Überraschungen. "Der König von Scheißegalien" bittet zur Audienz – und seine Fans strömen in Scharen.

Ein Haufen Udos

Dass diese Show eine Inszenierung der Extraklasse wird, ist spätestens nach dem Opener klar. Beim Einspieler entführt der Musiker sein Publikum ins Weltall, nur um dann mit der "Panik 1" zu landen.

An Bord befinden sich ein Dutzend Udos, allesamt in schwarz, mit Hut und Sonnenbrille und spindeldürren Beinchen, die sich tanzend ihren Weg aus dem Flugzeug auf die Bühne bahnen, um dann zweieinhalb Stunden lang alles zu geben.

The Greatest Showman

Und alles gibt Udo wirklich von Anfang bis Ende. Ob inmitten seines Kinderchores, mit riesigem Joint in der Hand zwischen Flamingos tanzend, im Ring mit Putin und Trump oder bei der Trauung von Bischof und Bischof und Nonne und Nonne.

Die Themen, die er in seinen Liedern und den Erzählungen zwischendurch anspricht, sind dabei so aktuell wie nie. Er lobt Fridays for Future, spricht sich für die Homo-Ehe aus und überhaupt jede Form der Liebe in dieser Welt, die so gezeichnet ist von Krieg, Leid und dem Klimawandel.

Seine klare Botschaft: Geht auf die Straßen, positioniert euch deutlich und kämpft für eure Meinung. Die "Penner in den Regierungen" kriegen das ja schließlich nicht hin.

Ein Hit nach dem anderen

Bei seiner extravaganten Show wird er natürlich von seinem Panikorchester unterstützt, mit denen er zusammen einen Hit nach dem nächsten raushaut. "Wozu sind Kriege da", "Wir ziehen in den Frieden", "Cello" und "Lady Whiskey" sind dabei die Highlights der Show. Ob mit Kinderchor oder über ihm schwebenden Tänzerinnen mit Cellos, der Künstler weiß, wie er seine Songs ordentlich untermauern kann.

Auf stolze 30 Lieder bringt es der Panikrocker an diesem Abend. "Sonderzug nach Pankow", "Andrea Doria", "Du knallst in mein Leben", "Bunte Republik Deutschland" und "Ich mach‘ mein Ding" fehlen natürlich nicht. Zum Schluss dankt King Udo noch mit einem Versprechen ab. "Wir sehen uns 2046 auf großer Tour wieder!"

Das glaubt man ihm gern. Wer mit so viel Energie und Engagement auf der Bühne steht und so viel zu sagen hat, der ist noch lange nicht am Ende. Zunächst steht aber erst einmal die Fortsetzung der Tour 2020 an.

Setlist

Woddy Woddy Wodka / Honky Tonky Show / Mein Ding / Durch die schweren Zeiten / Du knallst in mein Leben / Du heißt jetzt Jeremias / Ich brech' die Herzen der stolzesten Frau'n / Wozu sind Kriege da / Ratten / Straßenfieber / Ich träumte oft davon ein Segelboot zu klauen / König von Scheißegalien / Alles was sie anhat ist ihr Radio / Lady Whisky / Mein Body und ich / Das Leben / Sternenreise / Cello / Wir ziehen in den Frieden / Bunte Republik Deutschland / Stärker als die Zeit / Horizont / Jonny Controlletti / Sonderzug nach Pankow / Alles klar auf der Andrea Doria / Candy Jane / Reeperbahn 2011 // Eldorado / Goodbye Sailor / Odyssee

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