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The Subways (live beim Southside Festival 2014) © Achim Casper

Kurz vor der Veröffentlichung ihres vierten Albums und der bevorstehenden Haupt-Tour im Oktober machen The Subways im restlos ausverkauften Berliner Lido Halt. Das Ergebnis: Verschwitzte Shirts, müde Arme und jede Menge verwackelte Handy-Videos.

Seit über zehn Jahren tingeln die beiden Brüder Billy Lunn und Josh Morgan nun schon gemeinsam mit ihrer Sandkasten-Freundin Charlotte Cooper unter dem Banner The Subways über die Kontinente. Dabei geht es den drei Garagen-Rockern aus London vor allem um zwei Sachen: Krach machen und Spaß haben.

Nach drei veröffentlichten Alben (das vierte steht bereits in den Startlöchern) und unzähligen Konzertreisen weiß das Trio mittlerweile genau, wie man das lechzende Rock’n’Roll-Volk bei Laune hält.

Die Menge steht treu zu ihren Heroen

Vor der eigentlichen Haupt-Tour im Februar machen die Briten im restlos ausverkauften Berliner Lido Halt. Dort rennen schon über eine Stunde vor dem Auftritt des Hauptacts jede Menge hibbelige Girlies in The-Subways-Shirts von A nach B.

Dass die Band nach ihrer Kometen-Single "Rock’n’Roll Queen" aus dem Jahr 2005 keinen vergleichbar erfolgreichen Dreiminüter mehr an den Start bringen konnte, interessiert an diesem Abend keinen der Anwesenden. Die Menge steht treu zu seinen Heroen.

Ausgeklügelter britischer Indierock als Vorspeise

Zunächst einmal müssen sich die Fans aber mit ausgeklügeltem britischem Indierock begnügen. Das ist aber nicht weiter schlimm. Die Vorband namens Superfood hat’s definitiv drauf. Um kurz vor zehn ist es dann aber endlich soweit: Die Lichter gehen aus, ein kurzes Intro ertönt und da sind sie auch schon: The Subways.

Ohne Anlaufzeit geben die drei Verantwortlichen auf der Bühne von der ersten Minute an Vollgas. Während Sänger Billy immer wieder mit einem Lächeln im Gesicht auf die Bassdrum seines Bruders steigt, schüttelt Bassistin Charlotte ihr blondes Haar, als wäre es von Läusen befallen. Schon nach wenigen Minuten steht der Laden Kopf: "Alle in die Hände klatschen", fordert Billy Lunn in gebrochenem Deutsch. Die Menge gehorcht.

"Der soll sich lieber mal ein bisschen bewegen"

Hunderte Arme gehen in die Luft und sorgen bei dem einen oder anderen Handy-Besitzer für schlechte Laune: "Dreck, alles total verwackelt", beschwert sich ein junger Kerl im Beatsteaks-Shirt neben mir. Hinter mir kann sich ein anderer einen Kommentar nicht verkneifen: "Wir sind hier ja schließlich auch auf nem Rock-Konzert. Der soll sich lieber mal ein bisschen bewegen".

Der Angesprochene ist aber schon längst abgetaucht; irgendwo verschwunden in der Masse, die zu Songs  wie "Oh Yeah", "Shake! Shake!" oder "I Want To Hear What You Have Got To Say" abgeht, als gäbe es kein Morgen.

Wiedersehen macht Freude

Vor der Bühne wird geklatscht, gejubelt und mitgesungen. Band und Publikum präsentieren sich als verschworene Einheit. Selbst die noch taufrische neue Single "My Heart Is Pumping To A Brand New Beat" wird von den Fans gefeiert, als stünde sie schon seit Jahren auf der Setliste des Dreiers. "Vielen Dank", hallt es immer wieder aus den PA-Boxen. Gerne, gerne. Jederzeit wieder.

Im Februar kommt es ja bereits zum nächsten Wiedersehen – und ich glaube, dass sich die meisten Anwesenden an diesem Abend dann erneut auf den Weg machen werden. Da bin ich mir sogar ziemlich sicher. 

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