Morcheeba (hier in Mannheim) begeistern die Fans im Gibson

Morcheeba (hier in Mannheim) begeistern die Fans im Gibson © Hannes Mezger

In der lauschigen Club-Atmosphäre des Gibson werden die Fans zunächst von Morcheeba komplett eingefangen. Der Mix aus alten Klassikern und neuen Songs kommt gut an. Dann nimmt das toll gespielte Konzert jedoch ein abruptes Ende.

Gegen 21 Uhr betreten die fünf Musiker von Morcheeba die Bühne. Sie greifen zu ihren Instrumenten oder stellen sich hinter das DJ-Pult und spielen ein Intro für den eigentlichen Star des Abends.

Dann betritt unter dem Donnergewitter der Gitarren Sängerin Skye im silbern glitzernden Oberteil die Bühne. Als Intro beginnen sie mit dem brandneuen Song Make Believer vom Anfang Oktober veröffentlichten Album Head Up High.

Die krachenden Gitarren lassen die Magenwände der Fans vibrieren. Es folgt ein zart gehauchtes "Danke Schön".

Raus aus der Hypnose

Nachdem das Publikum zunächst noch still fasziniert zugehört hat, kommt dann Bewegung in die Massen. Verantwortlich ist Morcheeba Gründer Ross Godfrey, der kurz von seiner Heimat England erzählt und dann einen Klassiker ankündigt.

Morcheeba performen The Sea von 1998 aus dem Album Big Calm. Die vorderen Reihen schwenken die Arme und es wird laut mitgesungen.

Bei Gimme Your Love, einem brandneuen Song, übt Skye mit den Fans den Refrain: "Come and Gimme Your Love / Gimme Your Love / We're Gonna Feel Alive", wobei der Song immer lauter und dynamischer wird.

Gut geklaut

Immer gern genommen werden bei Live-Konzerten Coversongs von anderen Künstlern. So erzählt Ross Godfrey von den Proben zur anstehenden Tour von Morcheeba und wie dort die Idee entstand, den Hit Let's Dance von David Bowie im eigenen Stil des Trip-Hop zu performen.

Die Rechnung geht auf. Es entsteht ein grandioses Duell zwischen Drums und Gitarren, während Skye die Fans dirigiert und beim Singen ein Tänzchen auf der Bühne hinlegt.

Ein plötzlicher Abgang

Nach wenigen weiteren Songs nimmt das Konzert dann jedoch ein relativ abruptes Ende, denn nach nur 70 Minuten verabschieden sich Morcheeba vor der Zugabe hinter die Bühne und lassen die Fans zunächst rund drei Minuten warten, bevor sie sich noch einmal zeigen.

Sie spielen noch zwei Songs und gehen dann ohne richtigen Abschied runter von der Bühne nach dem Motto: Wir hauen dann mal ab. 

Als Fazit bleibt: Super Location, tolle Performance, aber bei acht Studioalben dürfen sie durchaus länger spielen. Und am Abgang sollten sie dringend feilen.

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