Die Orange Stage auf dem Roskilde Festival

Die Orange Stage auf dem Roskilde Festival © Flemming Bo Jensen

Die 50. Ausgabe des dänischen Roskilde Festivals kann aufgrund der Verlängerung der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus nicht stattfinden. 2021 soll es weitergehen, aber das Festival steht vor großen Herausforderungen.

Wegen der gestern von der dänischen Regierung beschlossenen Verlängerung des Verbots für größere Versammlungen bis einschließlich 31. August 2020 haben die Organisatoren nun endgültig die Absage für die eigentlich in diesem Jahr geplante Jubiläumsausgabe des Roskilde Festivals bekanntgeben.

Fokus auf 2021

"Wir sind am Boden zerstört. Obwohl wir dies befürchteten, hofften wir bis zuletzt, dass es doch nicht so weit kommen würde. Das Risiko sich mit COVID-19 zu infizieren ist jedoch zu groß, wenn so viele Menschen zusammenkommen und diese Bedenken haben bei Weitem die höchste Priorität vor allem anderen", sagt Roskilde Festivals CEO Signe Lopdrup.

Eigentlich sollte die 50. Ausgabe des Roskilde Festivals etwas ganz Besonderes werden, wobei geplant war, dass Ursprung und Zukunft des Festivals miteinander verschmelzen. Doch die Veranstalter schauen trotz der Frustration über die aktuellen Entwicklungen, positiv in die Zukunft und konzentrieren sich nun ganz auf die Planung des nächsten Roskilde Festivals 2021. "Unsere Vorbereitungen sahen wirklich vielversprechend aus und bilden nun eine großartige Grundlage für das Festival im nächsten Jahr.", so Lopdrup.

Tickets bleiben gültig

Wer möchte, kann für die diesjährige Ausgabe des Festivals erworbene Tickets auf das im nächsten Jahr stattfindende Festival übertragen.

Falls dies nicht gewünscht ist, kann der Ticketpreis ebenso erstattet werden. Die entsprechenden Bedingungen wird der Festivalveranstalter so bald wie möglich bekanntgeben.

Weitreichende Konsequenzen

Das Roskilde Festival wird von einer gemeinnützigen Organisation organisiert, um Geld für gemeinnützige Projekte zu sammeln. Dieses Jahr sollte der Fokus dabei auf der Unterstützung von Kindern und jungen Erwachsenen liegen.

Da jeglicher Gewinn aus den Festivaleinnahmen gespendet wird, bleiben dabei nie große Ersparnisse übrig, auf die die Veranstalter zurückgreifen können. Unter der Absage des Festivals leiden somit auch die gemeinnützigen Organisationen.

Im Hinblick darauf sagt Signe Lopdrup: "Es ist noch zu früh, um genaue Aussagen über die wirtschaftlichen Konsequenzen treffen zu können. Dies hängt von den Rahmenbedingungen ab, welche die dänische Regierung vorangebracht hat, um uns und anderen zu helfen. Diese werden wir nun genau prüfen."

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