AC/DC live in Hockenheim 2015

AC/DC live in Hockenheim 2015 © Rudi Brand

Fans haben vor Kurzem eine Petition mit dem Anliegen gestartet, AC/DC für eine Superbowl-Halbzeitshow zu buchen. Grund ist offenbar das Fehlen von Rockbands bei der prestigeträchtigen Veranstaltung in den letzten Jahren.

Die Halbzeitshow des Superbowl zählt tatsächlich regelmäßig zu den meistdiskutierten musikalischen Auftritten des jeweiligen Jahres. So auch dieses Jahr, als die musikalische Unterhaltung von Shakira und Jennifer Lopez geboten wurde. Mit dieser Auswahl waren aber offenbar nicht alle Zuschauer zufrieden.

Fans haben beklagt, dass die Wahl der Künstler für die Halbzeitshow zu selten auf Rockbands falle. Deshalb gibt es nun eine Petition, deren Ziel es ist, die australischen Hardrocker AC/DC für 2021 zum Superbowl zu holen. Warum dieses Thema wichtig genug für eine Petition ist, wird leider nicht kommuniziert.

I Want (to) Rock

Dee Snider, vor allem bekannt als Sänger der Rockband Twisted Sister, teilte die Petition nun auf seinem Twitter-Account. Das ist tatsächlich keine große Überraschung, schließlich hatte Snider erst vor einigen Monaten an selber Stelle mit wenig Begeisterung auf die Bestätigung von Shakira und Lopez reagiert.

Wie sinnvoll eine solche Petition tatsächlich ist, sei einmal dahingestellt. Insbesondere deshalb, da die Initiatorin im dazugehörigen Text noch explizit darauf hinweist, dass alle Musik-Acts der vergangenen Jahre starke Auftritte abgeliefert hätten. Zudem ist es auch fraglich, ob Rockmusik in einem solchen Kontext ausgerechnet von einer Band vertreten werden sollte, die seit über 45 Jahren aktiv ist, musikalisch aber schon seit Längerem nichts wirklich Bahnbrechendes mehr zu sagen hat.

Schwierige Bedingungen für Rockbands

Was die Thematik von Rockbands bei der Superbowl-Halbzeitshow angeht, müssen auch die eigenwilligen Bedingungen dortiger Auftritte erwähnt werden. Da nur wenig Zeit für den Aufbau von Bühne und Equipment gegeben ist, funktionieren die Shows oftmals nur mit Playback.

So standen beispielsweise die Red Hot Chili Peppers 2014 in der Kritik dafür, dass außer Anthony Kiedis' Gesang alles vom Band kam. Die Band äußerte sich damals dazu, dass die Verwendung von Backingtracks von der Veranstaltern aus organisatorischen Gründen explizit verlangt worden war.

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