Schon die Beatles haben es gemacht, andere Musiker wie Pink Floyd oder Jethro Tull ebenfalls: sie alle haben ein Konzeptalbum produziert. Jetzt sind The Bonny Situation im Studio, um ihre erste zusammenhängende Geschichte auf Band zu bringen.

{image}Die Idee für ein Konzeptalbum kam laut Bassist Hendry durch einen puren Zufall zu Stande, als der Band ein Tagebuch aus dem Jahre 1978 in die Hände gefallen ist. Verfasst von dem unbekannten "R.B.T." liefert die dort geschilderte Liebesgeschichte den Stoff für das geplante Konzeptalbum Robot Says I Love You. Die Texte basieren auf den Einträgen des Verfassers, während Prolog und Epilog dem eigenem Interpretationsrahmen von The Bonny Situation entsprungen sind. Diese Liebesgeschichte ist eine Geschichte, wie sie jederzeit zwischen Menschen passieren kann: Man verliebt sich, ist durch alle möglichen Umstände örtlich voneinander getrennt, denkt, dass man alle Schwierigkeiten überwinden kann und entfremdet sich dennoch. Doch neben aller Tragik bleibt das Gefühl bestehen, einmal von einem großartigen Gefühl elekritisiert worden zu sein – was man oft erst Jahre später, mit Distanz zu allem Herzschmerz, erkennen kann. Denn bei allen Höhen und Tiefen, wenn man Menschen kennenlernt und wieder verliert, die Essenz des Lebens ist in den Augen und mit den Worten der Bonnies, "sich von Liebe als erfahrbare Macht berühren zu lassen".

{image}The Bonny Situation packen diese Geschichte nun auf ein Album und wählten sich dafür ihren ganz eigenen Protagonisten: einen Roboter, der als Sinnbild für den liebesunerfahrenen Menschen steht und der erst durch die Erfahrung einer Liebe seine Schaltkreise in organischen Lebensfluss transformieren kann, um für immer ein von Liebe Berührter zu bleiben. Und da die Ideen aus besagtem Tagebuch des Jahres '78 stammen, schaffen sich The Bonny Situation im Studio auch die passende Atmosphäre:

Hier gibt es diesmal keine PC-Monitore, sondern ein großes, analoges Mischpult macht sich im Regieraum breit und daneben surrt eine alte Bandmaschine! Das ist nicht nur ein Wagnis: Das Aufnehmen und spätere Abmischen ist komplizierter, und wenn die Takes nicht schnell sitzen, ist man ganz flott viel Geld für die heute sehr teuren Bänder los. Es ist aber auch die Chance, den hochmodernen Sound der Bonnies mit der typischen Wärme einer Revox- oder Fostex-Bandmaschine zu kombinieren. Auf dieses Soundergebnis darf man wirklich gespannt sein.

Auch die Mikrofone sind aufgestellt wie zu den Zeiten, in denen noch große Rockalben mit spartanischen Mitteln, aber wissenden Toningenieuren erschaffen wurden. Zudem wird das Album zum größten Teil live eingespielt werden, mit allen Musikern in einem Raum. Wie das Ergebnis der Aufnahmen zu Robot Says I Love You aussehen wird, weiß vor Beginn der Arbeit vielleicht noch nicht einmal die Band selbst. regioactive.de wird die Jungs aber rechtzeitig zu ihren Fortschritten befragen – stay tuned!

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