Pussy Riot, die feministische Punkrock-Band aus Moskau.

Pussy Riot, die feministische Punkrock-Band aus Moskau. © Igor Mukhin (CC-BY-SA-3.0, ru.wikipedia)

Der russische Präsident Vladimir Putin hat sich im Rahmen eines Besuchs in London für eine milde Bestraftung der Punk-Band Pussy Riot ausgesprochen, deren Mitglieder im Augenblick in Moskau vor Gericht stehen. Ist der wachsende nationale und internationale Druck der Grund für die Kehrtwendung?

{image}Möglicherweise ist es der Versuch, dem wachsenden Druck innerhalb und außerhalb Russlands entgegenzuwirken: Der russische Präsident Vladimir Putin hat sich zum Prozess gegen Pussy Riot geäußert und sich für ein mildes Urteil für die drei angeklagten Frauen ausgesprochen. Die Aktion der Band sei "nicht gut" gewesen, dennoch solle das Urteil "nicht zu hart ausfallen". Er erwarte, dass das Gericht ein "richtiges, gut begründetes Urteil" aussprechen werde. Der letzte Satz könnte darauf hindeuten, dass Putin kein Interesse hat, sich selbst und Russland durch ein nachlässiges, ungenügend begründetes Urteil ins internationale Zwielicht zu rücken.

Außerdem erklärte er, die Frauen hätten ihre Lektion bereits gelernt. Die abschreckende und einschüchternde Wirkung der monatelangen Untersuchungshaft nicht nur auf Pussy Riot, sondern auf die ganze russische Gesellschaft existiert unzweifelhaft und wird noch unheilvolle Wirkung entfalten. Umso erfreulicher ist der Widerstand, der sich auch gerade innerhalb Russlands gegen den Prozess regt. So warnten russische Rechtsanwälte in einer Resolution, der Prozess könne die Rechtsgrundlagen des Staates zerstören.

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