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Bryan Adams (live in Frankfurt 2019) © Rudi Brand

Rock'n'Roll will never die: Superstar Bryan Adams bringt mit einem zweieinhalbstündigen Monsterset voller altbekannter Hits die Festhalle Frankfurt zum Tanzen und Träumen.

Summer of 2019. Es ist heiß – verdammt heiß in der Festhalle Frankfurt. Hier wird gleich ein nostalgisches Ereignis stattfinden. Jung und Alt feiern zusammen das Leben und die Liebe. Sie alle tanzen, springen und singen lauthals zu den Hits eines Mannes: Bryan Adams, der Mann mit der ikonischen Reibeisenstimme.

Wie groß das Repertoire nach mittlerweile 14 Alben geworden ist und wie viele bekannte Songs sich darin verbergen, beweist der Kanadier ausgiebig knapp zweieinhalb Stunden. Das ist Fanservice!

Go Down Rockin'

Der Innenbereich ist zwar bestuhlt, Stühle werden größtenteils jedoch nicht benötigt. Schon beim flotten Opener "Ultimate Love" herrscht ausgelassene Stimmung, die während des gesamten Abends anhält. Dazu trägt auch die spielerische Qualität von Bryan Adams und seiner Band bei.

Gitarrist Keith Scott brilliert nicht nur ein Mal mit seinen Solo-Einlagen. Die Songs haben genügend Power, um den Saal zum Kochen zu bringen. Auch Balladen wie "Heaven" werden kraftvoll interpretiert. Bryan Adams ist eben doch ein alter Rocker.

So viele Hits

Das Set ist gespickt mit Hits, die vor allem bei dem älteren Publikum Nostalgiegefühle wecken. "Run to you", "Here I Am", "Can't Stop This Thing We Started", "18 til I Die", "The Only Thing That Looks Good on Me Is You", Schmachtballaden wie "Please Forgive Me" und natürlich der Überhit "Summer of 69" – die Liste ist lang. "Cloud 9" erhält einen neuen, melancholischeren Anstrich. Die Bandbreite reicht von Pop, Rock bis Country.

Die Musik von Bryan Adams wirkt für viele wie ein Jungbrunnen und so verbreitet sich die gute Laune schnell im ganzen Saal bis zu den obersten Rängen. Der 59-Jährige hat sein Publikum voll im Griff und wechselt immer wieder zu den Mikros an den Bühnenrändern, um seinen Fans auch hier näher zu sein. Fanservice eben.

Jukebox Adams

"We can't play them all", kommentiert Adams in Hinblick auf seine zahlreichen Hits. Nach 14 Alben ist das sicherlich auch nicht an einem Abend möglich. Deshalbt gibt es im Set einen offenen Block für Publikumswünsche. So wird diesmal "Into the Fire", "Open Road", "Thought I'd Died and Gone to Heaven" teilweise auch mit ganzer Band spontan aus dem Ärmel geschüttelt.

Gerade bei den Akustiknummern kommt die kraftvolle Reibeisenstimme besonders zur Geltung. Das Publikum sollte nach dieser Show wunschlos glücklich nach Hause gehen.

Für Herz und Seele

Unter tosendem Applaus kehrt Bryan Adams nach bereits knapp zwei Stunden Durchpowern zurück auf die Bühne. Zu den Zugaben gehört u.a. sein Erstwerk "Straight from the heart", in dessen Einleitung sich der Kanadier bei seinen Eltern bedankt, die ihm zum Start einer beeindruckenden Musikkarriere verholfen haben.

Das Konzert in der Festhalle hat gezeigt, dass diese Karriere noch lange nicht am Ende ist. Rock on, Bryan!

Setlist

Ultimate Love / Can't Stop This Thing We Started / Run to You / Shine a Light / Heaven / Go Down Rockin' / It's Only Love / You Belong to Me / Cloud #9 / Summer of '69 / Here I Am / When You're Gone / Part Friday Night, Part Sunday Morning / (Everything I Do) I Do It for You / Back to You / Somebody / I'll Always Be Right There / The Only Thing That Looks Good on Me Is You / Cuts Like a Knife / 18 til I Die / Into the Fire / Open Road / Thought I'd Died and Gone to Heaven / Please Forgive Me / Brand New Day // I Could Get Used to This / I Fought the Law / Whiskey in the Jar / Straight From the Heart / All for Love

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