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Hans Klok (live in Mannheim 2018) © Rudi Brand

Hans Klok verdient sich im Mannheimer Rosengarten den Titel "schnellster Illusionist der Welt". Zudem bereichern zahlreiche Gastkünstler seine Show - nur ein im Vorfeld heftig beworbener Auftritt fällt dürftig aus.

Bereits der Auftakt zur neuen Show von Hans Klok in Mannheim bietet ein spektakuläres Highlight. Aus einer Kiste, die sich mehrfach mit offenen Seitenteilen um die eigene Achse dreht, holt der Magier acht Assistenten und Assistentinnen heraus. Am Ende klettert er nach kurzem Abgang zur Seite selbst oben aus der Kiste.

Damit beginnt die Jagd durch das House of Mystery. Hans Klok arbeitet sich im Haus des Illusionisten Alfredo Cordoni von Raum zu Raum, immer auf der Jagd nach dem Buch der Magie, das sämtliche Tricks von Cordoni enthält. Verfolgt von Cordonis Bräuten, den "Divas of Magic", zeigt Hans Klok eine Mischung aus neuen Illusionen und bekannten Tricks, die er aber teilweise weiterentwickelt hat.

Schnelle Wechsel

Ein Markenzeichen von Hans Klok ist und bleibt der schnelle Platztausch. Er oder eine Assistentin sind gefesselt oder in einer Kiste eingesperrt. Ein Tuch verhüllt sie kurz und schon wechseln beide den Platz.

Egal ob mit Frischhaltefolie umwickelt, angekettet oder in einem Plastiksack eingeschlossen, alles geschieht rasend schnell. Ein Klassiker ist die tanzende Glühbirne von Harry Blackstone Junior, die auch diesmal wieder über den Köpfen der Zuschauer schwebt. Auf die Frage, wie dieser Trick geht, antwortete Blackstone stets: "Der geht gut."

Platztausch mit dem Schlangenmädchen

Wie bei "The New Houdini", der Show in Mannheim 2016, zeigt Hans Klok das Geisterkabinett. Eine gefesselte Frau zieht hinter einem Vorhang Kleidungsstücke an. Neu ist diesmal die Puppe, die auf ihren Schoß gesetzt wird. Beide werden von einem Tuch verhüllt, verschwinden plötzlich und an ihrer Stelle sitzt eine lebende Puppe, nämlich das Schlangenmädchen Jordan McKnight.

Sie ist so biegsam wie eine Puppe, vollführt einen Handstand, während ihre Beine über ihren Körper nach vorne hängen oder stellt ihre Beine rückwärts über den Oberkörper und lässt sie rund um ihren Körper kreisen.

Gaststars

Neben dem Schlangenmädchen bereichern weitere Gastkünstler die Show. Einen akrobatisch und ästhetisch herausragenden Auftritt bietet das ukrainische Duo La Vision. Sie ziehen und halten sich gegenseitig mit purer Kraft fast schwebend in der Luft. 

Den modernen Touch erhält die Show vom italienischen Laserman Andrea Prince. Zu harten Beats lässt er Licht im Raum tanzen, greift scheinbar geworfene Laserstrahlen aus der Luft und schwingt sie ähnlich einem Yedi-Ritter aus Star Wars als Lichtschwert. Mit Hans Klok duelliert er sich in einem Magiebattle, um am Ende in einem Käfig aus Licht zu landen. 

Kleine, coole Tricks

Oft sind die besten Tricks nicht die großen Shownummern, sondern eher die kleinen Tricks, die vor dem bloßen Auge ablaufen. Ein Highlight der Show ist die tanzende Hand, die Hans Klok einem Assistenten scheinbar abtrennt und die dann auf und in einem Leierkasten tanzt.

Aber auch die verschüttete Milch, die er in einem Glas erst in Schnee verwandelt, anschließend weitere Milch in eine brennende Glühlampe "schleudert" und schließlich aus der Lampe ausgießt, ist visuell spektakulär.

Das optische Highlight ist aber das Rotweinglas. Er hält ein Glas, gießt von oben Rotwein hinein und zieht dann seine Hand weg. Das Glas schwebt in der Luft. Klok nimmt es, schüttet den Inhalt in einen durchsichtigen Becher und stülpt ihn um – aber statt roter Flüssigkeit fällt ein rotes Tuch heraus.

Der lustigste Trick entsteht aus zwei hohlen Zylindern, die er über ein Glas und eine Weinflasche stülpt. Immer wieder hebt er den Zylinder hoch, zaubert aus dem Nichts am Ende neun Rotweinflaschen auf den Tisch und meint nur schmunzelnd: "Harald Juhnke liebte diesen Trick."

Das große Finale

Im Endkampf gegen die Magie von Cordoni feuert Hans Klok in fünf Minuten 15 seiner besten Tricks ab. In Höchstgeschwindigkeit befreit er sich aus Kisten, lässt Assistentinnen erscheinen und verschwinden. Dazu legt er einen Riesendiamanten in eine Schatulle, aus der eine Sekunde später die nächste Lady herausspringt.

Das alles ist faszinierend schnell und ein großes Spektakel, aber wo ist Pamela Anderson? Groß angekündigt als Assistentin soll sie im Finale dabei sein. Ist sie auch, aber lediglich als die Superblondine,die einmal auftaucht und aus der letzten Kiste in die Arme von Hans Klok springt.

Eine richtige Zaubernummer, in der sie eine große zentrale Rolle spielt, wäre die weitaus bessere Lösung gewesen. So verkommt ihr Auftritt zu einem schwachen Marketing-Gag. Wie schade!!!

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