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Get Well Soon (live in Heidelberg, 2016) © Johannes Rehorst

Mit Album Nummer 4 touren Get Well Soon momentan durch Deutschland. "Love" beschäftigt sich mit dem wohl größten Gefühl überhaupt, klingt für Konstantin Groppers Verhältnis ungewohnt poppig und versetzt das Publikum in der halle02 ins verliebte Schwelgen.

Support von Get Well Soon ist an diesem Abend niemand geringerer als Dagobert. Der Schweizer ist einer dieser Künstler, die man entweder liebt oder hasst. Die einen feiern den "Schnulzensänger aus den Bergen", die anderen wundern sich, warum gerade er als Opener ausgesucht worden ist. 

Doch irgendwas hat der Sänger, wenn er erhaben mit seinem eigenen Bandshirt auf der Bühne steht und seine traurigen Lieder singt. Beim letzten Song "Wir leben aneinander vorbei" steht Konstantin Gropper schon mal auf der Bühne. Obwohl die Gemüter bei Dagoberts Auftritt gespalten sind, ist die Stimmung gut und die Vorfreude auf den Hauptact groß.

Ein bisschen Raven in der Pause

Bei anderen Konzerten kann man sich in der Pause ein neues Getränk holen, oder eine Zigarette rauchen. In der halle02 gibt es an diesem Abend noch eine weitere Option. Wer sich in der Pause das absolute Gegenprogramm zu Get Well Soon geben will, kann beim Tatort Rave im Club vorbeischauen, und einmal ordentlich raven.

Dass sich die Gäste gegen den Tatort entschieden haben, freut aber nicht nur die Veranstalter des Tatort Raves, sondern natürlich auch Gropper. Nachdem die Band "It’s Love", den Hammersong des neuen Albums gespielt haben, gibt es erstmal ein Danke an das Publikum.

Eigentlich hat das Publikum aber zu danken. Die Show ist großartig, Get Well Soon überzeugen sowohl mit ihren neuen, als auch mit älteren Songs, und zeigen die ganze Bandbreite ihres Könnens. Sollen die Daheimgebliebenen doch beim Tatortgucken von der Couch fallen!

Harte Liebe

Nicht nur "It’s Love" spielt die Band vom neuen Album, sondern auch einige andere Songs wie "It’s a Catalogue", "Eulogy", "Young Count Falls for Nurse" oder "Marienbad". Letzterer haut so richtig rein: der Song ist auf dem Album schon gewaltig, live wird er zum absoluten Gänsehautmoment.

Auch Klassiker wie "Roland, I Feel You" oder "The Last Days of Rome" fehlen nicht im Set der Band und mit "Mail From Heidegger" und dem genialen George Michael-Cover "Careless Whisper" sind auch Stücke der drei letzten EPs vertreten.

Wer sich nicht schon beim Konzert verliebt hat, ist das spätestens als die Band nach der Zugabe von der Bühne geht. Ein wunderschöner Konzertabend – it’s most definitely love!

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