Marek Lieberberg (2016)

Marek Lieberberg (2016) © Sven Mandel / CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)

Das Land NRW, die Stadt Düsseldorf und der Veranstalter Live Nation haben sich über ein Vorgehen bezüglich des "Give Live A Chance"-Großkonzerts geeinigt. Eine Absage ist nicht ausgeschlossen, eine Entscheidung soll bis Ende August fallen.

Das umstrittene Großkonzert Give Live A Chance soll am 4. September 2020 in Düsseldorf stattfinden. Die einen betrachten es als überfälligen Hoffnungsschimmer für die Veranstaltungsbranche, die anderen als unnötiges Risiko in der Coronakrise.

Jetzt melden sich jedoch das Gesundheitsministerium des Landes NRW, die Stadt Düsseldorf und Marek Lieberberg, Geschäftsführer von Live Nation Germany, mit einer gemeinsamen Erklärung zu Wort. 

Intensive Gespräche

In dem Statement, das auch auf Facebook veröffentlicht wurde, schreibt das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales gemeinsam mit der Landeshauptstadt Düsseldorf und Live Nation: 

"Nach intensiven Gesprächen in sehr konstruktiver und sachlicher Atmosphäre haben sich heute das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales, die Landeshauptstadt Düsseldorf und Konzertveranstalter Marek Lieberberg ("Live Nation") auf ein gemeinsames Vorgehen im Hinblick auf die Ausrichtung der Veranstaltung "Give Live A Chance“ in der Düsseldorfer Merkur-Spiel-Arena am 4. September 2020 verständigt."

Aktuelle Lage beobachten

Basierend auf den aktuellen Entwicklungen, den steigenden Coronafallzahlen, haben sie sich darauf geeinigt, das Infektionsgeschehen zu beobachten und bis spätestens 31. August endgültig zu entscheiden, ob das Konzert wie geplant stattfinden kann. 

Die aktuelle Inzidenz der Stadt Düsseldorf liegt bei 18,7, die zweithöchste Infektionsrate der Landeshauptstädte. Sollten die Zahlen so bleiben oder sogar steigen, könne die Veranstaltung nicht stattfinden, so Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. 

Er führt fort: "Aber im Sinne der konstruktiven Gespräche der letzten Tage und in Anerkennung des gewissenhaften Konzepts für den Bereich der Arena wird heute keine abschließende Entscheidung getroffen.“

Veranstalter reagiert positiv

Konzertveranstalter Marek Lieberberg äußert sich dazu wie folgt: "Das ist eine konstruktive, richtungweisende Übereinkunft, die der Kultur eine Chance gibt und dabei die konkrete Infektionsentwicklung berücksichtigt. Damit können Künstler, Fans und Veranstalter leben."

Hygienekonzept ist angemessen

Das strenge Hygienekonzept, das für die Großveranstaltung vorgesehen ist, wurde mittlerweile von Experten des Gesundheitsministeriums fachlich geprüft. Sie bestätigten, dass es sich vorbehaltlich einiger Fragen um ein fachlich durchdachtes Konzept handelt, das den Anforderungen des Infektionsschutzes für den Bereich der Arena angemessen Rechnung trägt. 

Die Fragen und Mängel, die angebracht wurden, können jetzt in der Zeit, in der das Infektionsgeschehen beobachtet wird, noch bearbeitet und verbessert werden.

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