Kula Shaker

Kula Shaker

Frankfurt. Forschern des britischen Kula Shaker Instituts ist das Unmögliche gelungen. Durch neue Erkenntnisse über das Phänomen Zeit gelang es ihnen, einen Apparat zu entwickeln, den man umgangssprachlich als Zeitmaschine bezeichnen könnte. "Strangefolk" heißt die Entdeckung, die momentan mit den Forschern auf Deutschlandtour ist und immer mehr Menschen begeistert. Der Traum vom Zeitreisen wird endlich wahr.

{image}Man bekommt kaum Luft in der Frankfurter Batschkapp, so viele Menschen sind gekommen. Das Licht geht aus und es dauert eine halbe Ewigkeit, bis sie endlich die Bühne betreten. Zwei weitere Songs aus der Konserve vergehen im Dunkeln. Nichts tut sich. Dann endlich: Crispian Mills, Alonza Bevan, Paul Winterhart und Harry Broadbent beehren das Publikum mit ihrer Anwesenheit. Und sofort fühlt man sich in eine Zeitmaschine gesetzt und zurück in die 60er katapultiert. Hammond Orgel und kreischende Gitarren läuten die Fahrt ein. Man vermisst förmlich den Rauch in der Luft, ob süßlich oder nicht, der natürlich aufgrund des Nichtrauchergesetzes ausbleibt.

Kula Shaker besinnen sich bei ihrer Musik auf die Vergangenheit und lassen die Ära der Beatles, Rolling Stones, Deep Purple und Co. wieder aufleben. In der Mitte der 90er Jahre konnten sie viele Erfolge für sich verbuchen und wurden unter anderem vier Mal für die begehrten Brit Awards nominiert. Im Jahre 1999 jedoch verließ Mills die Band und alle gingen getrennte Wege. Dennoch war von Anfang an klar, dass das gesammte Potential dieser Band noch lange nicht erschöpft ist und so wurde 2006 die Reunion bekannt gegeben. Und auch wenn das aktuelle Album Strangefolk alles andere als ein Kritikerliebling war, stellen sich die Jungs um Frontmann Crispian Mills der Herausforderung und spielten einige Gigs.

{image}Das Publikum und die hartgesottenen Fans scheint die Meinung der Kritiker jedoch nur nebenbei zu interessieren. In der Frankfurter Batschkapp feiern sie ihre Helden der Stunde. Jede Zeile wird mitgesungen – ob auf Sanskrit oder Englisch spielt dabei keine Rolle. Kleines Highlight ist sicherlich Deep Purples Klassiker Hush, aber auch eigene Titel wie die Singelauskopplung Second Sight des aktuellen Albums oder der Übersong Govinda. Leider ging auch dieser Abend wieder einmal zu schnell vorrüber, so dass man sich viel zu schnell wieder in die Realität zurückschleifen musste...

Setlist: Kick Out The Jams – Hey Dude – Out On The Highway – Second Sight – Jerry – 303 – Mystical Machine Gun – Shower Your Love – Hurricane Season – Tattva – Hush – True Love – Song Of Love

Zugaben: Great Dictator – Hosannah – Govinda

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