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Fotos: Anne-Laure Fontaine-Kuhn © regioactive.de

Schon im vierten Jahr in Folge wurden Matrosen, Flusspiraten und Seejungfrauen in den Bann der Kurpfalz-Perle gezogen, um auf den voll beladenen Decks die Holzbeine zur Musik des Kadettenchors Shy Guy at the Show und des ehemals blinden Passagiers DJ Spy zu schwingen. Der Kapitän manövrierte das Schiff nach Worms und Retour, während die Besatzung in den Wanten hing und auf den Decks der Rock’n’Roll mit dem Klabautermann ein Tänzchen wagte.

Schon im vierten Jahr in Folge wurden Matrosen, Flusspiraten und Seejungfrauen in den Bann der Kurpfalz-Perle gezogen, um auf den voll beladenen Decks die Holzbeine zur Musik des Kadettenchors Shy Guy at the Show und des ehemals blinden Passagiers DJ Spy zu schwingen. Der Kapitän manövrierte das Schiff nach Worms und Retour, während die Besatzung in den Wanten hing und auf den Decks der Rock’n’Roll mit dem Klabautermann ein Tänzchen wagte. Wenn der Neckar auf dieser Strecke in Zukunft nicht besser groovt als anderswo, dann wäre das schon mehr als merkwürdig.

Das Boarding klappte reibungslos und die Gäste erstürmten am ersten wirklichen Sommertag gleich das oberste Deck, um den Hunger nach den langersehnten Sonnenstrahlen zu befriedigen. Da sich dort oben aber kein Platz für alle befand, fackelte DJ Spy gar nicht erst lange herum, sondern beschallte schon vor dem Ablegemanöver das Unterdeck. Clever, der Spion, denn so hatte er alle im Blick - vom festen Personal bis zu denen, die für diesen Tag angeheuert hatten: Die Theke lag in seinem Blickfeld. So eingestimmt konnte es mit einer Fluss- und sicher auch meerestauglichen Sonnenuntergangsstimmung losgehen. Bis zur berühmten "Wormser Wende" - Gerüchten zufolge eines der aufsehenerregendsten Manöver der heutigen Schifffahrt - konnte man sich auf den Decks mit Getränken, Geplauder und Spys Musik richtig gut aufwärmen um dann gewappnet zu sein, der Coolness von Shy Guy at the Show auch Stand halten zu können.

Die Karlsruher Band hatte im Mitteldeck aufgebaut und sich einiges vorgenommen: Neben der energetischen Show, die auch jeden britischen Seemann von der Reling blasen würde, präsentierten die 6 Kadetten frisches Material von ihrem neuesten Album elliptic (in 2 Songs könnt ihr hier reinhören). Die neuen Tracks brauchen sich vor Titeln wie Close (Video) nicht zu verstecken, mit denen es die gar nicht so wirklich schüchternen Jungs bereits zu einigen Awards gebracht haben. Die vorhergehende Stimmung aufgrund der Abendsonne kontrastiert herrlich mit der Kühle der Musik. Und auch wieder nicht; denn wen gleichzeitig mit Seefahrtsromantik auch ein Hauch von Melancholie beschleicht: da gab es in diesem Moment keinen besseren Platz als das Mitteldeck der Kurpfalz. Und allen Vergleichen mit Bands wie Interpol oder den Editors zu Trotz, schicken die seetauglichen Badenser die ein oder andere Hitzewallung durch die Körper ihrer Zuhörer.

Nachdem Shy Guy at the Show ihr Set beendet hatten, musste man sich - nun wieder soundtechnisch begleitet von dem am Plattenteller abrockenden DJ Spy -  mit dem Unausweichlichen langsam aber sicher abfinden: Kein Schiff schippert ewig und ohne Pause. Der Heimathafen nahte. Nach dem perfekten Anlegemanöver trieb es die Nimmersatten noch in die Hafenspelunke Nelson. Im Jungbusch, wo schon so mancher Seemann Liebe, Sex, Abenteuer, Freunde und Freundinnen fand, klang somit die vierte Auflage von Bands on Board aus.

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Unser Dank geht erneut an die Besatzung der Kurpfalz, besonders ihren tapferen Kapitän, unsere Partner und das Nelson. Aber vor allem gilt er der ganzen anwesenden Meute, die sich furchtlos auf die Kurpfalz begab, um mit uns und den Musikern gemeinsam zu feiern.

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