Johannes, Ben, Simon und Ferdi (v.l.n.r.) nach der Bekanntgabe des Gewinners.

Johannes, Ben, Simon und Ferdi (v.l.n.r.) nach der Bekanntgabe des Gewinners. © Simon Fessler

Publikumsstarker Auftakt in der Alten Feuerwache in Mannheim beim 5. Newcomerfestival Rhein-Neckar: Über 500 Zuschauer fanden sich ein, um Drop In, Ripples, Jasber und Out of Order zu unterstützen. Jede Band überzeugte auf die ein oder andere Weise während ihrer 30 Minuten Auftrittszeit, doch nur eine konnte schließlich weiter ins Finale rücken: Jasber wurden von Publikum und Jury gleichermaßen zum Gewinner der ersten Vorrunde gekürt.

{image}Nervosität vor dem Auftritt, große Erleichterung danach: Jasber spielen noch nicht lange in der jetzigen Besetzung, als "Patchwork-Band" bezeichnen sie sich selbst. Doch jede Aufregung war umsonst, denn souverän spielten sie ihr Set und punkteten mit einem nahezu reibungslosen Zusammenspiel. Die markante Stimme von dem gerade mal 17-jährigen Sänger Ben prägt den Sound von Jasber, der im Gegensatz dazu an mancher Stelle vielleicht etwas zu eintönig war – abwechslungsreichere Arrangements würden auch die Melodien besser tragen. Insgesamt konnten sie sich zwar nicht mit der größten Erfahrung, dafür aber mit ausgereiften Songs und besagter Stimmkraft den Platz im Finale am 17. März beim Newcomerfestival Rhein-Neckar sichern.

{image}Im Vergleich zu Jasber hatten Out of Order schon öfter Gelegenheit, gemeinsam auf der Bühne zu stehen: Ihr Auftritt in der ersten Vorrunde beim 5. Newcomerfestival Rhein-Neckar war routiniert, vor allem Sänger Lars kostete die 30 Minuten Bühnenzeit voll aus. Doch zu dem satten Rocksound der Band schien seine Stimme – klar, ausdrucksstark und auch ein klein wenig theatralisch – nicht ganz zu passen. Gerade in Kombination mit den stetig hämmernden Drums konnten sich die wenigen ruhigen Momente nicht entfalten.

Bei Drop In funktionierte die Fusion zwischen schnellen und langsamen Songs sehr gut – was gerade bei Punkrock-Bands nicht immer der Regelfall ist. Großer Pluspunkt der vier Jungs: Sie sind mit zwei Sängern ausgestattet, die – auch wenn sie nur abwechselnd und nicht gemeinsam die Songs singen – beide eine gute Bandbreite abdecken. Allein das Genre Punkrock lässt nicht viel Raum für Variationen, und so haben Drop In eine gute Show abgeliefert, konnten sich aber nicht hervorheben.

{image}Die Ripples eröffneten die erste Vorrunde und waren gleichzeitig die Überraschung des Abends. Fünf Mann und eine Frau standen zusätzlich zu Bass, Gitarre und Schlagzeug noch mit Keyboard und Geige auf der Bühne – in dieser Konstellation allerdings erst das dritte Mal. Trotz kleiner Unsicherheiten war die Musik interessant und abwechlungsreich: Ein starker Gesang, ein episch angehauchter Sound und viele instrumentale Parts machten die Songs aus. Doch war es nach einer Weile zu überladen – wenn sie sich an manchen Stellen etwas zurücknehmen, kann man gespannt auf mehr von den Ripples warten.

Nach einer starken und gut besuchten ersten Vorrunde in der Alten Feuerwache in Mannheim geht es am 21. Januar in der Halle02 in Heidelberg beim Newcomerfestival Rhein-Neckar weiter – präsentiert von der Modern Music School, regioactive.de und der Rhein-Neckar-Zeitung, mit den weiteren Partnern Session Music, Überwälder Klangdressur und die Heinrich-Vetter Stiftung.

Die komplette Fotogalerie der 1. Vorrunde beim 5. Newcomerfestival Rhein-Neckar gibt es hier.

Die weiteren Termine beim 5. Newcomerfestival Rhein-Neckar:

Die 1. Vorrunde filmisch zusammengefasst:

Gefilmt und bereitgestellt von R.B.E. Media (www.rbe-media.com).

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