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Impressionen von der German Comic Con in Dortmund (2019) © Erik Winkes

Die German Comic Con Spring Edition 2019 und die parallel stattfindende Weekend of Hell in Dortmund starten furios am Samstag. Stars wie Charlie Sheen oder die Crews aus Gotham und The Walking Dead sind prächtig gelaunt und sorgen für mächtig Entertainment.

Bei der German Comic Con Spring Edition 2019 und der Weekend of Hell in den Westfalenhallen Dortmund ist alles sehr gut organisiert.

Schnee? Schnee!

Einzig der Schnee macht Probleme – und das nicht nur für die deutschen Besucher. Schnefälle in den USA verhindern leider das rechtzeitige Eintreffen von Pam Grier aus Colorado. Ihr gemeinsames Panel am Samstag muss Richard Roundtree alleine bestreiten.

Ansonsten scheint alles zu funktionieren. Die Besucher machen Bilder und kaufen Autogramme, gehen an die Verkaufsstände und lauschen den Geschichten der Stars auf den Panels.

Neu bei The Walking Dead

Neu bei "The Walking Dead" ist seit Staffel 9 die aus der Nähe von München stammende Nadia Hilker. Sie erzählt, dass sie nach ihrer Verpflichtung in fünf Wochen die kompletten acht Staffeln angesehen hat.

Ganz am Anfang der Dreharbeiten nahm sie Lauren Cohan (Maggie) mit den Worten an die Hand: "You are at a safe place". Angesprochen auf die besten Szenen sagt sie: "Alles mit Pferden, weil die immer furzen".

Warum nicht mal was singen?

Für einen Riesenlacher sorgt Seth Gilliam. Der hat versehentlich preisgegeben, dass er sich bei einem der ersten Drehs in einem überfluteten Keller in die Hose gemacht hat. Dafür ist er aber ein toller Sänger und präsentiert sich dem jauchzenden Publikum mit einer Interpretation von David Bowie.

Steven Ogg ist wie schon bei der Walker Stalker 2018 in Mannheim riesig drauf und hat eine klare Haltung zu seinem Charakter Simon: "He was a dude on a mission". Außerdem findet er seinen Einstieg und den Abgang gut: "Splashed in and splashed out."

Altstar Lee Majors

Professionell, aber etwas zurückhaltend, gibt sich Lee Majors. Er ist überrascht von den vielen Fans, die ein Shirt vom "6 Millionen Dollar Mann" tragen.

Lee Majors Lieblingsserie ist aber "The Fall Guy", also "Ein Colt für alle Fälle". Aufgrund der vielen Drehorte konnte er ständig reisen und auch die mit Humor gewürzte Action gefällt ihm bis heute. Außerdem gehörte er einst zum engen Freundeskreis von Elvis Presley, den er sehr vermisst.

Der Joker Charlie Sheen

Bestes Entertainment liefert Charlie Sheen, der sich zahlreiche Wortduelle mit dem fragenden Publikum liefert. Beeinflusst hat ihn neben "Platoon" vor allem sein Serienhit "Two and a Half Men", sowohl zum Guten wie zum Schlechten. Die Moral von der Geschicht: "Stop drinking definitely!". Nach neuen Projekten gefragt sagt er: "US-Präsident hat keinen Reiz mehr" und als Marvel Star könnte er "Teil von Deadpool sein – dead or pool".

Leicht irritiert zeigt sich Charlie Sheen bei einer Frage, ob er Harry Potter mag. Etwas ironisch antwortet er, die Bücher nicht gelesen zu haben und gesehen hat er nur einen Film. Eine Antwort im Stil von: "Was soll die Frage?"

Plötzlich merkt er, von wem die Frage kommt: "Oh my god, it's a child". Peinlich berührt wegen seiner Antwort leuchtet imaginär eine Sprechblase mit "Fuck!" über seinem Kopf auf. Das Publikum merkt das natürlich und kriegt sich nicht mehr ein vor Lachen. 

Gotham im Siebenerpack

Die besonders gefeierte Serie der German Comic Con 2019 ist "Gotham". Allein sieben Stars von "Gotham" sind da und zeigen sich als harmonische, kleine Serienfamilie. Vielleicht auch deshalb, weil die Serie bereits abgedreht ist: In den USA läuft aktuell die finale 5. Staffel. In Deutschland dauert es noch einige Zeit, daher können die Stars nicht alle Fragen beantworten. Aber der Pinguin Robin Lord Taylor sagt dazu: "Das Finale ist so perfekt, dass man es nur schwer fortsetzen könnte."

Bei der letzten Folge hat Erin Richards (Barbara Kean) auch die Regie übernommen. Kein Wunder, denn sie liebt es, Geschichten zu erzählen, egal ob als Regisseurin oder Schauspielerin. Angesprochen auf ihre Lieblingsszenen grinst Drew Powell (Butch) und meint: "The shot with the bazooka".

Erwachsenwerden mit Gotham

Beim Gedanken an die Lieblingsszene strahlt Robin Lord Taylor und meint: "Als wir auf den Dächern von Brooklyn drehten, fühlte ich mich kurz wie der König von New York". Spannend war auch für Schauspieler wie Sean Pertwee (Butler Alfred Pennyworth) zu sehen, wie die Kids David Mazouz (Bruce Wayne) mit 12 und die anwesende Camren Bicondova (Selina Kyle) mit 14 den Dreh begannen und mit der Serie erwachsen geworden sind.

Man merkt die ganze Zeit, wie eng die Schauspieler miteinander verbunden sind und wie viel Spaß es ihnen macht, gemeinsam in Dortmund zu sein. Leider können sie nicht alle Wünsche der Fans erfüllen. Den besonderen Gang des Pinguins vorzuspielen verweigert Robin Lord Taylor mit guter Begründung: "Ohne die Nase und das Kostüm würde es der Performance an der Magie fehlen." Trotzdem werden die Gotham Stars groß abgefeiert. 

Weekend of Hell

Das Flair der Weekend of Hell ist schon optisch viel düsterer als bei der GCC. Dafür strahlen die Stars umso heller. Das erste Highlight setzt der Cast von "Saw". Vor allem Tobin Bell (John Kramer) hat viel zu erzählen. Das Thema Dialoge und Drehbücher ist ihm sehr wichtig, denn seiner Meinung nach legen die Produzenten und Regisseure bei Horrorfilmen nicht so viel Wert darauf. Oft bringen Autoren gute Drehbücher mit, die aber noch Lücken haben. Dann helfen die Darsteller, diese Lücken mit Ideen zu füllen.

Allein vor "Saw II" hat er acht Tage mit Donnie Wahlberg an den Dialogen gefeilt. Er liebt "Saw II" wegen des Katz- und Maus-Spiels und weil er im Gegensatz zum ersten Teil nicht nur größtenteils am Boden liegt, sondern zeigen kann, "how John Kramer thinks and why he does, what he does". Schon beachtlich, was für ein Franchise seit 2003 aus einem Film geworden ist, der in nur 18 Tagen gedreht wurde.

Fannähe mit Jennifer Carpenter

Später muss Jennifer Carpenter natürlich zahlreiche Fragen zu "Dexter" beantworten und gibt sich dabei enthusiastisch und fannah. Auf ihr Casting als Dexters Schwester Debra angesprochen erklärt sie, dass man ein ganzes Network überzeugen muss, um so eine Rolle zu bekommen. Im Hinblick auf das viel diskutierte Serienfinale vertrat sie gegenüber dem Produzenten eine eigene Meinung: "One of us is wrong". 

Daher ist sie bis heute glücklich, dass Debra vorher gestorben ist. Angesprochen auf den besten Killer sagt sie ganz klar: John Lithgow, der Trinity-Killer. "On camera, he was a grizzly". Fragen zu ihrer Rolle in "Der Exorzismus der Emily Rose" kommen auch. Hierzu sagt Jennifer Carpenter, dass es ihr besonders wichtig war, nah an der wahren Geschichte zu bleiben. Aktuell spielt sie in "The Enemy Within" eine CIA Agentin, die als Codeknackerin gemeinsam mit einem FBI Agenten Staatsfeinde der USA bekämpft.

Der Samstag bei der German Comic Con und dem Weekend of Hell bot ein Staraufgebot, wie man es in Deutschland selten gesehen hat. Wichtiger noch. Die Stars waren gut gelaunt und beantworteten teilweise skurrile Fragen mit Humor. Am Sonntag geht es dann mit Elizabeth Olsen, Dolph Lundgren und Pam Grier weiter.

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