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Steven Wilson (live in Frankfurt, 2018) © Leonard Kötters

Steven Wilson ist zurück. Auf seinem sechsten Soloalbum "The Future Bites" widmet sich der Brite der Gesellschaftskritik an und geht seinen Weg musikalisch konsequent weiter.

Stillstand gibt es bei Steven Wilson nicht. Schon mit Porcupine Tree gab es von Album zu Album immer wieder konsequenten Wandel. Vom psychedelischen Artrock der Frühphase über Britrock- und Alternative in der Zeit von Stupid Dream bzw. In Absentia, hin zu jazzigem Metal am Ende. Auch nach dem (inoffiziellen) Ende von Porcupine Tree ging er seinen Weg weiter. Zuletzt wandelte Wilson 2017 mit "To the Bone" fast im AOR-Bereich.

Am 12. Juni 2020 veröffentlicht Wilson nun mit "The Future Bites" sein sechstes Album. Thematisch geht es vor allem um das Konsumverhalten der Gesellschaft in Zeiten von Internet und High-Concept Designs. Es sind nicht die Freuden von Internet und Konsum, sondern auch die großen Süchte des 21. Jahrhunderts: Shopping, Sexsucht, Gratismentalität die Wilson auf "The Future Bites" thematisiert.

Hinwendung zum Pop fortgeführt

Musikalisch zeigt die mit Albumankündigung veröffentlichte Single "Personal Shopper" die Richtung auf. Elektronisch, fast schon ungewohnt poplastig präsentiert sich Steven Wilson. Ganz klar an Achtziger Ikonen wie Giorgio Moroder oder im weiteren Sinn noch an Stock-Aitken-Waterman bzw. den Pet Shop Boys orientiert. Jedoch sollte man von einem Song nicht auf das gesamte Album schließen. So war beim Vorgänger der Song "Pariah" sehr ruhig angelegt.

Das gesamte Projekt ist Multimedial aufgebaut. So gibt es eine Internetseite, auf der man allerlei sinnfreies Merchandise – wie Premium Luft in der Dose – kaufen kann. Oder eben die "The Future Bites" Tour, die Steven Wilson im September 2020 für zwei Konzerte nach Deutschland führt.

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