Was hat uns die Jahrhundertdenkerin Hannah Arendt 50 Jahre nach ihrem Tod am 4. Dezember 1975 und anlässlich ihres 120. Geburtstages am 14. Oktober 2026 zu sagen? Hannah Arendt antwortet auf Fragen unserer Zeit – und das sind gegenwärtig vor allem Fragen nach der Demokratie. In einer Zeit, in der die freiheitliche und pluralistische Demokratie weltweit unter Druck gerät, bekämpft und hinterfragt wird, bietet die Denkerin politischer Freiheit, die deren Auslöschung im 20. Jahrhundert erlebte, begriffliche Orientierung und normativen Halt. Zehn Fragen nach Eigenarten, Voraussetzungen und Bedrohungen der Demokratie sollen in diesem Vortrag gestellt und mit Hannah Arendt beantwortet werden. Über das dem Vortrag zugrunde liegende Buch „Die Denkerin. Hannah Arendt und ihr Jahrhundert“ schreibt Wolfgang Matz in der FAZ: „Ihre Darstellung ist immer sachlich, exzellent informiert, [...] durchweg ausgewogen, solide [...]. Straßenbergers Darstellung meistert die Aufgabe, Arendts Ambivalenz nüchtern herauszuarbeiten.“ Prof. Dr. Grit Straßenberger ist Professorin für Politische Theorie und Ideengeschichte an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Sie studierte Sozialwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin, promovierte dort über narrative Ansätze in der Politischen Theorie und habilitierte sich mit einer demokratietheoretischen Arbeit zu politischer Führung. Sie publiziert zu Themen wie Republikanismus, Autorität und Populismus sowie seit vielen Jahren zu Hannah Arendts politischem Denken. Sie ist Mitherausgeberin der Kritischen Gesamtausgabe der Werke Hannah Arendts sowie Mitglied des wissenschaftlichen Beirates der Bonner Akademie für Forschung und Lehre praktischer Politik und des Bonner Zentrums für Versöhnungsforschung. Bild: Wikimedia, Hannah Arendt Grave 2025, CC BY-SA 4.0
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