Max Czollek: Postmigrantische Erinnerungskultur

Vortrag
18:00 Uhr
Max Czollek: Postmigrantische Erinnerungskultur

Info

Postmigrantische Erinnerungskultur
Zwischen "Nie wieder ist jetzt" und pluraler Gesellschaft
Deutschland versteht sich als Erinnerungs- und Aufarbeitungsweltmeister. Aber wie kommt es dann, dass Rechtspopulisten Wahlen gewinnen, rechtsextremistische Straftaten unzureichend aufgeklärt werden und 'Nie wieder ist jetzt' zu einer Phrase verkommt? Liegt das möglicherweise auch an einer gescheiterten deutschen Erinnerungskultur? Max Czollek wird in seinem Vortrag scharfsinnig und streitbar den gesellschaftlichen Rechtsruck analysieren und über eine neue Praxis nachdenken, die die Gegenwart so einrichtet, dass sich die Vergangenheit nicht wiederholt. Denn nur so kann alles auf Anfang gesetzt werden.
Dr. Max Czollek
geb. 1987, ist Autor und lebt in Berlin. Er studierte Politikwissenschaften an der FU Berlin und promovierte am Zentrum für Antisemitismusforschung an der TU Berlin. Er ist Host mehrerer Podcasts und Gesprächsreihen, Mitherausgeber der Zeitschrift Jalta – Positionen zur jüdischen Gegenwart und Kurator der „Coalition for a Pluralistic Public Discourse“ (CPPD) sowie des Projektes „heimaten“ am HKW Berlin. 2022 war Max Czollek Ideengeber und Co-Kurator der Ausstellung „Rache. Geschichte und Fantasie“ am Jüdischen Museum Frankfurt. Er ist Autor zahlreicher Publikationen, so erschienen im Bereich Lyrik u.a. die Bände „Grenzwerte“ sowie „Gute Enden“. Im Bereich Essayistik legte Max Czollek die Bände „Desintegriert euch!“, „Gegenwartsbewältigung“, „Versöhnungstheater“ und 2025 gemeinsam mit Hadija Haruna-Oelker den Band „Alles auf Anfang. Auf der Suche nach einer neuen Erinnerungskultur“ vor.
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