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Linkin Park (live bei Rock am Ring, 2014) © Tom Teubner

Es ist der vorletzte Tag, an dem Rock am Ring in dieser Form zu sehen ist. Auch wenn etwas Wehmut mitschwingt, eine depressive Stimmung ist auf keinen Fall zu spüren. Trotzdem sorgt Marek Lieberberg am Abend für einen emotionalen Moment.

Wolken – die sind seit Jahren Dauerbegleiter bei Rock am Ring. Die Sonne macht aber nur eine Pause und so hält sich das Wetter auch am dritten Tag.

Gute Stimmung schon am Nachmittag

Auf der Centerstage beginnt um 16 Uhr die Show von The Pretty Reckless mit Stöhnen. Das passt zu Taylor Momsens lasziven Bewegungen. Die Musik ist übrigens auch gut: Rock der nach vorne geht und Taylors rauchige Stimme sind eine gute Kombination.

Danach sorgen die Kaiser Chiefs mit Songs wie "Miss A Beat", "Ruby" und "I Predict Riot“ für gute Laune. Frontman Ricky Wilson ist bestens gelaunt und scherzt mit Kameramann und Publikum.

Viel Arbeit für die Security

Um 19 Uhr spielen Opeth auf der Alternastage und sind damit die Vorhut für Heaven Shall Burn, die zur Prime Time mehr als einen Achtungserfolg verbuchen können. Die Thüringer präsentieren eine komplett neue Bühnenshow. Die Security hat mächtig zu tun bei so vielen Crowdsurfern.

Auf der Centerstage geht es nicht ganz so hart zu: Fall Out Boy aus der Nähe von Chicago können sich über gute Resonanz freuen.

Lieberberg verabschiedet sich

Bevor der nächste Act auf die Bühne kommt, sagt Marek "Auf Wiedersehen": Der Veranstalter des Festivals, Marek Lieberberg, nimmt an diesem schönen Sommerabend Abschied vom Nürburgring und dankt den Fans. "Wir beginnen die Zukunft gemeinsam" und "Rock am Ring ist der Bund zwischen tollen Fans, fantastischen Bands und uns", sagt er.

Bevor Lieberberg zu "Ein Kompliment" durch die Reihen geht und sich persönlich von den Ringrockern verabschiedet, stimmen etwa 50.000 bis 60.000 Leute in einen "Wir sind der Ring"-Sprechchor ein. "Das ist sicher: Wir rocken weiter. 5.-7. Juni 2015" steht auf den Monitoren neben der Bühne. Nächstes Jahr geht es an anderem Ort weiter.

Keine Show, eine Party

Eine kurzer Moment zum Durchatmen, dann beginnen Die Fantastischen Vier ihre Show mit demselben Intro wie Cro: "Thunderstruck" von AC/DC. Dazu noch Feuerfontänen und schon hat man einen amtlichen Auftakt, um 25 Jahre Bandgeschichte mit Liedern wie "Picknicker" und "Sie ist weg" Revue passieren zu lassen.

Rob Zombie hat keine Lust auf eine Rock-Show, sondern auf eine „motherfucking party“. Und zu der sind viele Gäste erschienen. Kontakt zum Publikum, ein ganz eigener Humor und guter, düsterer Rock kommen eben gut an.

Auf der Center Stage werden Linkin Park danach mit frenetischem Jubel empfangen. Das Publikum singt Lieder wie "Numb", "What I’ve Done" und "Bleeding Out" aus voller Kehle mit. Linkin Park sind defintiv der Gewinner dieses Festivaltages.

Heftiger Genrewechsel

Zur gleichen Zeit donnern Slayer von der Alternastage und es sind einige, die Lust auf Thrash Metal hatten. Dem 2013 verstorbene Gitarristen Jeff Hannemann wird mit einem Banner gedacht.

Nach Slayer Jan Delay und Disko No. 1 spielen zu lassen ist ein sehr heftiger Genrewechsel, aber bei Rock am Ring funktioniert so etwas. Der Hamburger und seine Band (allesamt gute Musiker bzw. gute Sängerinnen) haben daher keine Probleme, mit ihrer Mischung aus Hip Hop, Funk und Rock zu überzeugen.

Um spätestens 3 Uhr, als Booka Shade von der Clubstage gehen, ist ein weiterer, sehr gelungener Festivaltag ist zu Ende.

Blick in die Zukunft

Um 18 Uhr, während des Auftritts von Alligatoah, findet die Pressekonferenz statt. Wir berichten später ausführlich, nur so viel vorab:

  • Die Bands für Rock am Ring 2015 stehen noch nicht fest, auch der neue Veranstaltungsort ist noch nicht sicher.
  • Am Dienstag werden in Mönchengladbach Verhandlungen mit allen Verantwortlichen stattfinden.
  • Der Name "Rock am Ring" wird bleiben.

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