Rammstein (2017)

Rammstein (2017) © Universal Music

Wollen Rammstein die Leipziger foppen oder hat sich in einem online veröffentlichten Video der Band ein kleiner Fehler eingeschlichen?

"Liebe Leipziger, wer braucht eine Frauenkirche, wenn man Rammstein haben kann?" Das ist in einem kürzlich veröffentlichten Video der Band zu lesen, das die Fans in den Spielstädten der Stadiontour 2020 direkt anspricht.

Aber Frauenkirche und Leipzig? Irgendwas passt da nicht. Die Frauenkirche befindet sich bekanntlich in Dresden. Haben die Macher des Videos die Stadt verwechselt? Die anderen Anspielungen im Video machen durchaus Sinn, beispielsweise Düsseldorf und Die Toten Hosen oder Klagenfurt und der Wörthersee. Nur Leipzig eben nicht.

Alles nur ein Witz?

Wollen Rammstein die Messestadt veralbern? Möglich, doch erschließt sich für viele Leipziger der Witz nicht.

Spielen Rammstein auf eine etwaige Feindschaft zwischen Dresden und Leipzig an? Das wäre ebenfalls unlogisch, da es keine solche gibt. Wenn eine Abneigung existiert, dann nur zwischen Halle/Saale und Leipzig.

Es fällt aber auch schwer an einen Fehler zu glauben, da Sänger Till Lindemann selbst in Leipzig geboren wurde. Wenn doch, dann hat die Endkontrolle versagt..

Erklärungsversuch durch Fans

In den sozialen Medien wird berichtet, dass die Aussage angeblich damit zusammenhänge, dass Rammstein auf der Tour 2019 schon in Leipzig spielen wollten, doch Bauarbeiten im Zentralstadion das verhindert hätten, so dass die Band nach Dresden ausgewichen sei.

Wenn Rammstein in Leipzig hätten spielen wollen, hätte sie die Festwiese nutzen können. Dort haben in den letzten Jahren vermehrt große Konzerte stattgefunden: Guns N' Roses spielten dort 2018 vor 65.000 Zuschauern, Depeche Mode 2017 vor 75.000.

Die gute Nachricht für Rammstein: Bei diesen Ticketverkäufen ist das egal. Die Deutschlandkonzerte sind aktuell ausverkauft.

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