Queen + Adam Lambert (live in München 2017)

Queen + Adam Lambert (live in München 2017) © Torsten Reitz

Trotz des massiven Erfolgs des Queen-Biopics "Bohemian Rhapsody" musste der Film auch Kritik einstecken. Diese bezog sich vor allem auf chronologische und inhaltliche Unstimmigkeiten.

Dass Hollywood-Filme, die auf einer wahren Geschichte basieren sollen, gerne einmal die Wahrheit etwas zurechtbiegen ist weder Seltenheit noch Geheimnis. Im Falle des Queen-Films "Bohemian Rhapsody" war die Kritik an diesen narrativen Freiheiten jedoch lautstark und zahlreich. Brian May bezog dazu nun Stellung.

Der Gitarrist sprach in einem Interview mit "Guitar World" davon, dass der Film nie eine detailgetreue Dokumentation werden sollte. "Wir wollten versuchen, uns in Freddie Mercury hineinzuversetzen und sein Innerstes nach außen zu tragen", so May. Diese Erklärung wird viele Kritiker jedoch nicht zufriedenstellen, da besonders der Umgang mit Mercurys Homosexualität stark in der Kritik stand.

"Freddie würde den Film lieben"

May scheint das herzlich egal zu sein. Nicht nur wies er in dem Interview auf die Schwierigkeit hin, fünfzehn Jahre schlüssig in einen Spielfilm zu verpacken; er sagte auch, dass Mercury den Film lieben würde. Doch darüber kann selbstverständlich nur spekuliert werden.

Dass der Film "nur" fünfzehn Jahre abdeckt, ist jedenfalls ein Grund dafür, dass eine mögliche Fortsetzung diskutiert wird. Laut May sind sich die verbliebenen Bandmitglieder jedoch uneinig, ob man diese tatsächlich angehen solle.

Fakt ist, dass ein potentieller zweiter Film noch genug zu erzählen hätte. Schließlich endet "Bohemian Rhapsody" mit dem "Live Aid"-Auftritt der Band, sechs Jahre vor Mercurys Tod. Jedoch könnten die chronologischen Unstimmigkeiten des Films einen zweiten Film schwierig zu realisieren machen.

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