Der Jugendliche Uwe Mälck wollte 1988 über die bulgarisch-griechische Grenze in den Westen fliehen. Der Versuch missglückte. Die bulgarischen Sicherheitskräfte griffen ihn auf und schickten ihn zurück nach Schwerin in die DDR. Dort geriet er als politischer Häftling umgehend in Stasi-Haft. Erst der Freikauf durch die Bundesrepublik Deutschland ermöglichte ihm einen Neuanfang in Freiheit. Die Staatssicherheit dokumentierte Details und ihre Ermittlungsergebnisse in der Operativen Personenkontrolle „Cousin“. Seit kurzem liegt der originalgetreu reproduzierte Vorgang in der Beispielaktensammlung des Stasi-Unterlagen-Archivs aus. Besucherinnen und Besucher der Dauerausstellung „Einblick ins Geheime“ können dort in rund 50 ungekürzten und weitgehend schwärzungsfreien Stasi-Akten lesen. Am 28. September 2026 um 18:00 Uhr spricht Uwe Mälck im Beispielakten-Talk über die damaligen Geschehnisse: Was motivierte ihn zur Flucht aus der DDR? Wie hat er in so jungen Jahren dem Druck der Verhöre standgehalten? Und wie blickt er heute auf das Aufwachsen in der DDR und den Neuanfang im Westen zurück? Corinna Kalkreuth (Bundesarchiv) hilft bei der historischen Einordnung.
Erhalte Updates zu deinen Favoriten: neue Termine für Künstler bzw. Locations und Erinnerungen vor Events. Du kannst die Benachrichtigungseinstellungen in deiner Favoriten-Liste jederzeit ändern.