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Schon seit über 15 Jahren steht der Amerikaner Mark Everett alias 'E' mit seiner Band The Eels auf der Bühne. 2010 veröffentlichten sie ihr neuntes Studioalbum "Tomorrow Morning" und beehrten nun ihre treuen Fans in Berlin mit einem Konzert im Astra.

{image}Eigentlich ist der Abend schon wieder viel zu sommerlich schön, um diesen drinnen zu verbringen. Aber was ein richtiger Eels-Fan ist, dem ist das egal. So ist das Konzert der amerikanischen Kultband schon lange im voraus ausverkauft und wird sogar noch einmal in eine größere Location verlegt. Dicht gedrängt stehen die Besucher vor Beginn des Konzerts vor der Bühne und können es kaum mehr erwarten. Jedes Mal wenn die Saalmusik verstummt, weil ein Titel zu Ende gelaufen ist, gibt es vorfreudigen Applaus. Es ist sogar so voll, dass manche mit einem Platz im Vorraum des Astra Vorlieb nehmen müssen und von dort versuchen durch die Tür einen Blick auf die Band zu erhaschen. Als diese dann endlich die Bühne betritt gibt es gleich großen Jubel. Ohne Zweifel gibt es in Berlin eine große, treue Fangemeinde der Eels.

Ein bisschen sehen sie aus wie eine ZZ-Top Tribute Band, mit ihren Bärten und ihren Sonnenbrillen, die Herren, aber natürlich ist ihr Sound ganz anders, den sie dem Publikum sogleich entgegen schmettern. Dieses erweist sich als äußerst gut drauf und beweist große Tanzfreude von der ersten bis zur letzten Minute.

{image}Es dauert ein paar Lieder bis "E" sich erstmals an das Publikum wendet. Man muss zweimal hinhören um zu verstehen was er da in gebrochenem Deutsch sagt: "Danke, mein Schatzi". Dann geht es weiter mit der Party in Moll. Das können die Eels sehr gut: Stücke, die eigentlich fröhlich daherkommen so zu intonieren, dass eine gewisse Melancholie mitschwingt. Oft klingt es fast so, als wäre ein Instrument nicht richtig gestimmt oder spielt versehentlich einen Halbton daneben. Aber das ist kein Versehen, das gehört zum Konzept der Eels und das kommt an. Vor allem die älteren Stücke vom Kultalbum Shootenanny!, wie Saturday Morning oder All In A Day's Work bringen das Publikum zum Jubeln.

Ganze eineinhalb Stunden gibt die Band alles, bevor sie zum ersten Mal von der Bühne geht und sich ziemlich viel Zeit lässt, bevor sie noch einmal für einige Zugaben zurück kommt. Mit solch einem Konzert kann man sowohl Fans der ersten Stunde als auch Eels-Neulinge gleichermaßen überzeugen.

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