Bon Jovi (2016)

Bon Jovi (2016) © Universal Music

Bon Jovi kommen am 3. und 5. Juli nach sechsjähriger Abstinenz wieder nach Deutschland, genauer gesagt nach Düsseldorf und München. Wir wagen einen Ausblick auf die beiden Stadionkonzerte.

Bon Jovi sind jetzt seit knapp 3 Jahren mit ihrem Album "This House it Not for Sale" auf Tour. Im Juli 2019 schaffen sie es dann endlich auch für jeweils 2 Konzerte nach Deutschland und nach Österreich.

Die Kartensituation ist durchaus unterschiedlich. Während für München nur noch sehr wenige Karten in einer Preiskategorie erhältlich sind, gibt es in Düsseldorf noch zahlreiche Sitzplatzkarten. Die Stehplätze im Innenraum sind allerdings ausverkauft.

Aus 1 mach 2

Was hat sich in den letzten sechs Jahren bei der Rockband aus New Jersey getan? Nicht wirklich viel. Die Band besteht immer noch im Kern aus Jon Bon Jovi, David Bryan, Tico Torres sowie Hugh McDonald.

Richie Sambora ist weiterhin nicht mehr Teil der Band. Als Ersatz-Gitarristen fungieren Phil X sowie der Produzent John Shanks.

Hitpotential

Das Set besteht wie seit Jahren bei Bon Jovi üblich aus mindestens vier Songs des aktuellen Albums  sowie ungefähr vier Stücken der Erfolgsalben "Slippery When Wet" und "New Jersey", Lieder wie "Livin' on a Prayer", "Wanted Dead Or Alive", "Raise Your Head", "You Give Love a Bad Name, "Bad Medicine",  "Lay Your Hands on Me" und "Born To Be My Baby" sind meistens dabei.

Darüber hinaus unterscheidet sich die Setlist von Konzert zu Konzert. Mal werden mehr Songs von "Keep the Faith" gespielt, dann wieder nur der Titelsong. Allgemein hat sich das Set in den letzten Jahren sehr stark auf die Hits konzentriert – bei Stadionkonzerten vielleicht nicht die größte Überraschung.

Der musikalische Stand

Wie sind Bon Jovi musikalisch so drauf? Das Fehlen von Gitarrist und Songwriter Richie Sambora macht sich nach wie vor bemerkbar. Sein Gitarrenspiel war ein prägendes Element des Bandsounds, das auch viele Jahre später nicht adäquat ersetzt werden kann.

Bedeutsamer sind aber die stimmlichen Probleme von Jon Bon Jovi. Seine Stimme ist weit vom Niveau der 1980er und 1990er-Jahre entfernt, um es vorsichtig zu sagen.

Sicherlich sollte man nicht-professionelle Livevideos von Youtube nicht als Basis einer Beurteilung verwenden, dennoch wirkt sein Gesang auf aktuellen Mitschnitten geradezu ernüchternd schwach. Man kann nur hoffen, dass er sich im Juli in besserer Form präsentiert.

Hochkarätiger Support

Als Vorgruppe sind niemand geringeres als die 1980er Glam-Metal/Rock-Legenden Def Leppard dabei. Allein ihr Drummer Rick Allen ist durch seine einarmige Spieltechnik immer ein Erlebnis.

Mit Hits wie "Hysteria", "Pour Some Sugar" oder "Love Bites" wird die Band sicherlich ordentlich Betrieb machen.

Bon Jovi live 2019

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