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OMD (live in Frankfurt 2019) © Torsten Reitz

OMD feiern ihr 40-jähriges Jubiläum in Frankfurt mit einer großartigen Live-Tour. Neben dem stets energetischen Synth-Pop-Sound überzeugen Andy McCluskey und Paul Humphreys aber auch in anderer Hinsicht.

In ihrer langen und erfolgreichen Karriere feiern OMD aktuell ihr 40-jähriges Jubiläum. Dennoch hat man auch nach so langer Zeit nicht das Gefühl, dass Andy McCluskey und Paul Humphreys den Spaß an ihren Live-Konzerten verloren haben. Das Konzert in der Frankfurter Jahrhunderthalle ist eine durchgängig stimmige Party von Anfang bis Ende.

Die geborenen Entertainer geben permanent Vollgas, binden ihr Publikum in die Show ein und übertragen so ihren Spaß in die Zuschauerränge. Die Musik ist mitreißend, das Motto des Abends gibt Andy McCluskey vor: "Alte Lieder, neue Lieder und vor allem Tanzen."

Galaktisch

Der Opener "Stanlow" überzeugt mit spannungsgeladenem Monologgesang, der sich mit dem Einsetzen der Musik sofort ins Publikum überträgt. Die Zuschauer klatschen den Rhythmus der lauten Bassschläge mit, die sich tief in die Bauchregion bohren. Der sich daraus entwickelnde dramatische Gesang wird ausgelassen zelebriert und begeistert beklatscht.

Andy McCluskey gibt direkt den Vortänzer auf die spacigen Synthiesounds von "Isotype" und auch "Messages" mit seinem energetischen Rhythmus heizt dem feierwütigen Publikum mächtig ein.

Hymnen

Die erste Konzerthälfte steigert sich systematisch auf einen großen Höhepunkt zu. Schon bei "History Of Modern" stehen die Zuschauer auf den Sitzrängen und tanzen ausgelassen mit. Ebenso wird das melodische, von Paul Humphreys gesungene "(Forever) Live And Die" begeistert beklatscht.

Der Höhepunkt ist die Zelebrierung des Welthits "Maid Of Orleans". Hunderte Smartphones filmen mit, als Andy McCluskey den Saal mit seinen Dancemoves zum Toben bringt, während ein mächtiges Lichtgewitter herab prasselt. Alle Fans in der Jahrhunderthalle stehen und klatschen Standing Ovations.

Sphärisch

Als Kontrast zu den schnellen Partysongs wechselt das Set nun in einen ruhigen, sphärischen Sound. Gemeinsam mit Keyboarder und Saxophonist Martin Cooper sowie Schlagzeuger Stuart Kershaw stehen jetzt alle vier Musiker vorne nebeneinander am Bühnenrand. Dabei wirkt das sphärisch ruhige "Statues" genau so fesselnd wie das dramatische Synthiefeuerwerk "Almost".

Wieder zurück im schnellen Partyrhythmus lässt "Don't Go" keine Körper still sitzen. Alle wippen oder tanzen zu den elektrisierenden Powerbeats. "Dreaming" erzeugt danach eine geniale Atmosphäre – man kann sich einfach von der Energiewelle treiben lassen.

Party bis zum Ende

Es reiht sich Hit an Hit. Das ausgelassen gefeierte "Sailing On The Seven Seas" ist ebenso kraftvoll wie "Enola Gay" mit seinen peitschenden Schlägen, die das Publikum voll am Anschlag halten. Ein stimmliches Highlight ist "If You Leave", als Andy McCluskey nach Coopers Saxophon-Solo seine Stimme maximal nach oben hin öffnet. Beeindruckend, was der Mann mit nun 60 Jahren gesanglich und tänzerisch noch drauf hat.

Die Show endet mit zwei weiteren Krachern. Sowohl "Pandora's Box" als auch "Electricity" werden verdient abgefeiert, runden die Show optimal ab. Fast vergisst man, das mit "Walking On The Milky Way" einer der größten Hits bei der Jubiläumstour fehlt. Das mindert die Qualität dieser energetischen Vollgasshow aber nur geringfügig.

Setlist

Intro / Stanlow / Isotype / Messages / Tesla Girls / History Of Modern (Part 1) / (Forever) Live And Die / Souvenir / Joan Of Arc / Maid Of Orleans / Time Zones / Statues / Almost / Don't Go / So In Love / Dreaming / The Punishment Of Luxury / Locomotion / Sailing On The Seven Seas / Enola Gay // If You Leave / Pandora's Box / Electricity

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