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Frank Turner & The Sleeping Souls live in der Zitadelle Mainz © Mathias Utz

Im Rahmen der "Summer In The City"-Reihe bespielt Frank Turner zusammen mit den Sleeping Souls die Zitadelle in Mainz und bringt damit Festivalfeeling in die familiäre Location. Bei strahlendem Sonnenschein präsentiert der Singer/Songwriter ein kleines Best-Of seines Repertoires und obendrauf viel gute Laune, Solidarität mit Europa und feinsten Folk-Punk.

Strahlender Sonnenschein und Temperaturen über 30 Grad begrüßen die Besucher der Mainzer Zitadelle beim Open-Air-Konzert von Frank Turner & The Sleeping Souls. Wetter, von dem die meisten Open-Air-Veranstaltungen in diesem Jahr nur träumen können.

Zum Glück ist die Sonne jedoch gerade am Untergehen, als Turner die Bühne betritt. So ist die Atmosphäre gleich noch angenehmer.

Festivalfeeling in Mainz

Dabei strahlt nicht nur Mr. Nice Guy himself, Frank Turner, genügend Charme auf der Bühne aus, sondern das Gelände selbst bietet ein schönes und familiäres Ambiente, das dank der Essbuden und des gemischten Publikums auch mit so manch kleinem Festival mithalten kann.

Schon von der ersten Sekunde hat der britische Singer/Songwriter mit seiner Band die Meute in der Hand. Auf Turners Kommando wird geklatscht, getanzt und wild gesprungen. Dabei variieren die Songs zwischen Punk und Folk und kommen, wenn es angebracht ist, gar balladesk herüber. Damit zeigt Turner nicht nur, was für ein vielseitiger Künstler er ist, sondern nimmt sein Publikum auch auf eine emotionale Achterbahnfahrt mit.

Übung macht den Meister

Wie viel Übung der Brite als Entertainer hat, wird klar, als Turner erklärt, dass es sich hierbei um seine 1931. Show handelt. Genug Zeit, um auf seinen vorherigen Touren ein paar Brocken deutsch zu lernen und so wendet sich der Folk-Punker zum Teil auf deutsch, zum Teil auf englisch an das Publikum.

Nicht nur fannah, sondern auch solidarisch präsentiert sich Turner als Europäer und beschreibt die politische Lage im Vereinigten Königreich als "unzurechnend handelnde Politiker durch die Einnahme von Drogen". Aber der Brite ist nicht in die Mainzer Zitadelle gekommen, um über Politik zu reden, sondern über Punk. So gleicht das Set einem Sprint durch sein musikalisches Solo-Repertoire, das durch längere Ansprachen auch mal zur Ruhe kommt, aber sonst einer wilden Tanzparty gleicht.

Zwischen Rockstar und Mann von nebenan

Natürlich nimmt der Musiker hier und da auch gerne einem Songwunsch der Fans entgegen und wirft gekonnt die Setlist um. Begeistert singen die Besucher aus voller Kehle mit und sind dabei stets textsicher.

Am Schluss lässt es sich Turner selbst nicht nehmen, energiegeladen ins Publikum zu springen und zu "Four Simple Words" mit seinen Fans zu tanzen. Wieder einmal präsentiert sich der Brite nicht nur als Rockstar, den man nicht so leicht in eine Schublade stecken kann, sondern stellt auch unter Beweis, dass er einer der sympathischsten Musiker im Business ist.

Setlist

I Still Believe / The Next Storm / Try This At Home / The Road / Losing Days / Plain Sailing Weather / Glorious You / Polaroid Picture / I Am Disappeard / Father's Day / Recovery / The Opening Act Of Spring / The Ballad Of Me And My Friends / Wanderlust / Back To Sleep / Love Ire & Song / Journey Of The Magi / Mittens / Long Live The Queen / If I Ever Stray / Out Of Breath / Photosynthesis / The Way I Tend To Be / I Knew Prufrock Befor He Got Famous / Get Better / Four Simple Words /

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