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Mark Forster (live in Mannheim, 2012) © Manuela Hall

Beim Auftakt seiner "Auf dem Weg"-Tour in Mannheim brachte Mark Forster mit ordentlichem Beat und abwechslungsreichen Songs Lebensfreude in die Alte Seilerei. Supportet wurde er am 8. November 2012 von der "Voice of Germany"-Teilnehmerin Eva Croissant.

Bevor der deutsche Singer-Songwriter Mark Forster die Bühne der Alten Seilerei besteigen durfte, eröffnete die 21-jährige Eva Croissant den Abend. Ihre vorige Konzertabsage aus Termingründen hatte sie zum Glück kurzfristig zurückziehen können.

Eva Croissant

Eva spielte sich mit ihren persönlichen Texten und verträumten Melodien schnell in die Herzen des Publikums. In ihren Songs erzählt sie offen über ihre Erlebnisse der vergangenen Jahre: Von Beziehungsproblemen, ihrem Schulabbruch mit 17 Jahren und Lehrern, die "eindeutig ihren Job verfehlt haben".

Diese aufrichtigen Geschichten kommen von Herzen, wollen raus und erwärmten durch den klaren, gefühlvollen Gesang der Künstlerin die kalte Mannheimer Novemberluft. Unterstrichen wurde die melancholische Stimmung durch den sparsamen instrumentalen Einsatz in Form von Evas Gitarre und begleitendem Cellospiel.

Größere Bekanntheit erreichte Eva Croissant jüngst als Kandidatin des Castingformats "The Voice of Germany", bei dem sie die Jury mit einem Song von Mark Forster überzeugen konnte. Im Laufe des Abends stand sie sogar zusammen mit ihm auf der Bühne, als sie das Duett Ich & Du präsentierten, das Forster im Original mit der Hamburgerin Anna Depenbusch singt.

Bühne frei für Mr Forster und seine Musikvirtuosen

Nach einer kleinen Pause rüttelte die Bassdrum des Hauptacts mit ordentlichem Wumms die Menge wieder wach. So richtig bewegen wollten sich zu dem durchaus tanzbaren Beat dann aber doch die wenigsten.

Auch die Animation durch den Sänger und Entertainer Mark Forster vor Song Nummer zwei konnte das Publikum nur langsam auftauen, doch spiegelte der laute Applaus die Begeisterung der Zuschauer eindeutig wider.

Das lag vor allem an den energetisch vorgetragenen Songs des Künstlers, der am 1. Juni 2012 sein erstes Album Karton veröffentlichte, und seiner hervorragenden Band, die die Studiosongs live auf ein noch höheres Niveau zu heben vermochten (...)

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Hier sei insbesondere die Dame zu seiner Rechten zu erwähnen, die der Bezeichnung "Multiinstrumentalistin" an diesem Abend mehr als gerecht wurde. Immerhin war sie nicht nur für die Backing-Vocals zuständig, sondern wechselte auch je nach gespieltem Song ihr Instrument von Cello über Violine, Akkordeon und Posaune bis hin zu den Percussions. Insbesondere ihr Geigen-Picking bei Du und Ich (nicht zu verwechseln mit dem erwähnten Duett Ich & Du) half dem Song, das Gefühl der LP auf die Bühne zu bringen.

Doch auch die übrigen Bandmitglieder beherrschten ihre Instrumente, die von der Tontechnik gut abgemischt waren. Wohingegen das Schlagzeug jedoch die nötige Wucht bekam, war der Text nicht immer zu 100 Prozent verständlich. Dies fiel im Gesamtkontext des Auftritts aber kaum ins Gewicht, denn die meisten Fans kannten die Lieder ohnehin auswendig.

Man bricht nicht mit der Regel

Um dem Abend noch mehr Dynamik zu verleihen, griff man nicht nur auf bekannte Tracks zurück, sondern präsentierte den brandneuen Song Zu Oft des kommenden Albums. Darüber hinaus verneigte er sich mit den Coverversionen von Sie ist weg und A-N-N-A vor seinen Label-Kollegen Fanta 4 und Max Herre bzw. Freundeskreis. Die fantastischen Vier nahmen Mark Forster 2010 bei ihrem Label Four Music unter Vertrag und förderten ihn.

Seinen größten Charterfolg Auf dem Weg spielte er zuletzt, wie man es von anderen Künstlern gewohnt ist. Nachdem die ersten Töne erklangen, flippte das Publikum förmlich aus.

Tosender Applaus und lautes Pfeifen zeigten, dass dies der Song war, auf den sie alle gewartet hatten. Die Chance ließ der Sänger sich nicht entgehen und animierte die Menge im Refrain zum "hinsetzen-und-hochspringen-Spiel". Nachdem der Titel verklungen war und die Zuschauer heiß waren, verließ die Band nach 16 gespielten Songs die Bühne.

Obwohl sich eine gelungene Zugabe anschloss, hätte man die goldene Konzertregel "spiel den bekanntesten Song am Ende" besser einmal brechen sollen, da dieser in der Mitte des Programms besser hätte passen können.

Dennoch bescherten Eva Croissant, Mark Forster und seine Bandkollegen den Zuschauern einen musikalisch abwechslungsreichen Wohlfühlabend, der schon alleine wegen des sympathischen Hauptacts eine erfolgreiche Tour nach sich ziehen dürfte.

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