Das von Roland Schimmelpfennig verfasste Stück wird von der Theaterregisseurin Mina Salehpour inszeniert. Sie arbeitet u. a. am Schauspiel Köln, aber auch an internationalen Theatern wie dem Wiener Burgtheater oder dem Dramaten in Stockholm.
Sie sagt über diese Arbeit:
"Gemeinsam mit meinem künstlerischen Team freue ich mich auf die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitenden der Festspiele. Wir werden alle gemeinsam diesen fantastischen Text in kraftvolle Bilder hüllen und den Figuren eine Welt bauen, in dem sie ihre Kraft entfalten können."
Über das Stück
Der Text stammt von Roland Schimmelpfennig, der zu den meistgespielten deutschsprachigen Dramatikern der Gegenwart gehört. Zu seinen jüngsten Erfolgen gehören "Anthropolis" und "Laios", das beim Berliner Theatertreffen als "Stück des Jahres 2024" ausgezeichnet wurde.
"See aus Asche – Das Lied der Nibelungen" kombiniert das Nibelungenlied aus dem 13. Jahrhundert mit gegenwärtigen Weltproblemen, indem Schimmelpfennig Motive des Liedes umdeutet. Dabei werden der Drache, das Schwert und das Lindenblatt Metaphern für die Unzerstörbarkeit der Welt und die vom Handeln des Menschen bedrohte Natur.
Schimmelpfennig erklärt, dass nicht viele Stoffe ihn als Theatermacher so sehr geprägt hätten wie der Sagenkreis um die Nibelungen.
Überraschende Neudeutung
Adolf Kessel, der Oberbürgermeister der Nibelungenstadt Worms, bezeichnete die Verpflichtung von Schimmelpfennig als "eine große Ehre" und freut sich auf eine "neue, großartige Inszenierung" von Salehpour.
Intendant Nico Hofmann und der künstlerische Leiter Thomas Laue erklärten, dass das Duo nicht nur "bildstarkes und sprachgewaltiges Theater", sondern auch "eine kluge und überraschende Neudeutung des Nibelungen-Stoffes" versprechen würden.
Starke Besetzung
Zur Besetzung des Stücks gehören Jasmin Tabatabai in einer Doppelrolle als Brunhild und Drache, außerdem Wolfram Koch (Hagen von Tronje), Kriemhild Hamann (Kriemhild), Andreas Grötzinger (Volker), Hans-Werner Leupelt (Gunter), Eivin Nilsen Salthe (Siegfried), Lisa Natalie Arnold (das Blatt) und Denis Geyersbach (Giselher).
Tabatabai, die auch Jazzsängerin ist, spielte die Hauptrolle im Musikfilm "Bandits" und ist auch bekannt für ihre langjährige Rolle der Mina Amiri in der ZDF-Serie "Letzte Spur Berlin". Koch war festes Mitglied am Schauspielhaus Bochum und verkörperte den Tatort-Kommissar Paul Brix von 2015 bis 2024. Hamann, Leupelt, Arnold und Geyersbach verbindet eine langjährige Zusammenarbeit mit Salehpour; sie bezeichnet die Schauspieler als Teil ihrer "künstlerischen Familie".
Schimmelpfennig lobt die Besetzung und sagt, dass sein Stück "in den allerbesten Händen" sei. Hofmann hebt die Rückkehr von Tabatabai und den erstmaligen Auftritt von Koch bei den Nibelungenfestspielen hervor.





