Die verbleibenden Mitglieder von Soundgarden machten erst kürzlich ihren Fans Hoffnung auf ein neues Album, wofür sie alte Aufnahmen des verstorbenen Lead-Sängers Chris Cornell verwenden möchten. Aber so einfach scheint die Sache nicht zu sein, da Vicky Cornell die Band wegen unbezahlter Lizenzgebühren.
Wie TMZ und Pitchfork berichten, verklagte Vicky Cornell bei einem Bundesgericht in Florida Klage ein. In der Klage ist die Rede von den Rechten an sieben unveröffentlichten Songs, sowie "meheren hundertausend Dollar" an Lizenzegbühren, die ihr "unbestritten zustehen".
Wem gehören die Aufnahmen?
Cornells Witwe behauptet in der Klageschrift, die ausbleibenden Anteilszahlungen seien ein Versuch der Bandmitglieder sie zu der Weitergabe von Cornells unveröffentlichten Aufnahmen zu zwingen, die er kurz vor seinem Tod aufnahm.
Chris Cornell nahm sich vor zwei Jahren das Leben, worauf die verbleibenden Bandmitglieder das Ende von Soundgarden verkündeten. Doch dann kündigte Gittarist Kim Thayil an, unter Verwendung jener Aufnahmen ein neues Album veröffentlichen zu wollen.
Soloarbeit oder kollektives Werk?
Dabei hatten Soundgarden noch vor kurzem über die Schwierigkeiten berichtet an die alten Aufnahmen zu kommen, die Vorrausetzung für ein neues Album seien.
Wärend die Bandmitglieder aber erklären, die Aufnahmen seien in einem kollaborativen Prozess entstanden, gibt Cornells Witwe an, für die Aufnahmen sei allein ihr verstorbener Mann verantwortlich. Sie enthielten Cornells "eigene Gesangsspuren und wurden seinem Nachlass vermacht".
Emotionale Fans
Um die Kontrolle über die Aufnahmen zu bekommen habe die Band sogar ihre Fangemeinde gegen Vicky Cornell aufgehetzt, da Soundgarden andeuteten, dass sie die Veröffentlichung neuer Musik blockiere. Das habe unter anderem Stalker auf den Plan gerufen, die ihre "Sicherheit gefährdert" hätten, so das sie sogar das FBI einschalten musste.
In einem Statement der Witwe auf Instagram hieß es unter anderem: "Das war nicht der Weg, den ich gewählt hätte. Aber ich werde mich nicht für die Bequemlichkeit und den Vorteil anderer zur Seite drängen lassen."

