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AC/DC live in Hockenheim 2015 © Rudi Brand

Erstmals hat sich Angus Young kürzlich ausführlich zu den Schwierigkeiten innerhalb der Band geäußert und einige überraschende Bekentnnisse bezüglich der Vergangenheit und Zukunft von AC/DC gemacht.

Ungewöhnlich offen zeigte sich Angus Young nun in einem aktuellen Interview mit dem US-amerikanischen Rolling Stone über die Zukunft von AC/DC. Er sprach über Malcolm Youngs Gesundheitszustand, Brian Johnson sowie Cliff Williams.

Hinsichtlich der Entscheidung, auf "Rock or Bust"-Welttournee zu gehen, bekannte er, es wäre in der Tat möglicherweise besser gewesen, die Band nach der Veröffentlichung von "Rock or Bust" aufzulösen. Doch Malcolm sei immer jemand gewesen, der sich durchgekämpft habe. In Krisenzeiten war er es, der zu ihm sagte: "Lass uns etwas tun, hinsetzen und Songs schreiben." Aus diesem Grund habe er sich verpflichtet gefühlt, weiterzumachen.

Immer weitermachen

Die Verpflichtung von Axl Rose sei ein Ergebnis der Entscheidung gewesen, die Tour zu Ende zu spielen. Brian Johnsons Erkrankung zeigte sich erstmals bei den Proben für das Coachella Festival 2015. Ein Ohr war bei einem Autounfall in Mitleidenschaft gezogen worden und das gesunde Ohr verschlechterte sich zusehends. Als AC/DC durch Australien tourten, wurde Brian Johnson nach jedem Konzert von einem Spezialisten behandelt.

Die Arbeitsweise von Axl Rose begeisterte Angus. Er bereitete sich selbstständig für die Proben in Atlanta vor und schlug Live-Performances von Songs wie "Touch Too Much" vor, die die Band vorher nie live gespielt hatten. Dennoch diente die Verpflichtung des Guns 'N Roses Frontmannes dazu, die verbliebenen Dates der Tour zu spielen – nicht mehr.

Und nun?

Angus Young wurde auch gefragt, wie es nach der US-Tour im Herbst weitergeht. Cliff Williams wird das Touren sowie die Studioarbeit definitiv aufgeben. Diese Entscheidung hatte der Bassist der Band bereits vor Beginn der Tour mitgeteilt. Für Angus Young war das keine Überraschung, schließlich ist Williams schon seit 1977 ständig auf Achse. Mit seinem Ausscheiden verliert die Band ein weiteres Rückgrat.

Über die Zukunft von AC/DC will sich Angus Young nicht festlegen. Es ist ohne Frage schwer für ihn aufzuhören, lebten er und im Speziellen auch Malcolm und Bon Scott nach dem Credo "Wenn wir nicht spielen, haben wir nichts zu essen." Am Geld mangelt es der Familie Young wirklich nicht mehr, dennoch liefern diese Aussagen einen tiefen Einblick in das Seelenleben des Gitarristen.

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