Klassik_ Bar

Konzert
19:00 Uhr
Klassik_ Bar

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Ein romantischer AbendIn einem Hinterhaus mit Geschichte treffen sich an diesem Abend Zeiten, die weit auseinanderliegen: kein gewöhnlicher Kultursommer-Termin, sondern ein Moment, in dem 1840 und heute nebeneinander existieren dürfen. Marina Kavtaradze sitzt am Flügel, Kirstin Dell singt und führt mit persönlicher Stimme durch das Programm – eine Stimme, die zwischen den Stücken kommentiert und Denkpausen setzt.

In der Mitte des Raums steht ihr eigener Konzertflügel. Sie hat ihn dem Atelier-Salon nicht für einen Abend geliehen, sondern dauerhaft überlassen – eine leise, weitreichende Geste. So bleibt der Flügel hier, wird geprobt, gestimmt, bespielt, auch wenn niemand zuhört, und hält diesen Ort lebendig.

Im Zentrum stehen Clara Schumann (1819–1896) und Robert Schumann (1810–1856) – zwei eigenständige musikalische Stimmen. Clara tourte mit vierzehn als gefeierte Pianistin durch Europa, komponierte selbst und sorgte später als Konzertpianistin wesentlich für den Lebensunterhalt der Familie. Nach Roberts Tod hütete sie vierzig Jahre sein Werk und behielt die eigene Stimme. Robert schrieb 1840, im „Liederjahr", 140 Lieder in zwölf Monaten; zu hören sind Lieder daraus sowie Klavierwerke von ihm.

Dazu Louis Spohr (1784–1859), Klarinetten-Pionier wie Mozart (1756–1791) mit KV 622 – live mit Frank Woll. Puccini (1858–1924) trägt die Gefühlsbögen bei, Kálmán und Lehár die Wiener Operette.

Der Atelier-Salon: kein Konzertsaal, sondern ein Raum mit Geschichte – nah, unaufgeräumt-elegant.
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