Óliver Laxe, Spanien/F 2025, 115 min., O.m.U., digital mit Esther García, Agustín Almodóvar, Pedro Almodóvar, Xavi Font, Óliver Laxe u.a. Ein Vater und sein Sohn kommen auf einem abgelegenen Rave inmitten der Berge Südmarokkos an. Sie sind auf der Suche nach Mar, ihrer Tochter und Schwester, die vor Monaten auf einer dieser niemals endenden, schlaflosen Partys verschwunden ist. Umgeben von elektronischer Musik und einem rohen, ungewohnten Gefühl von Freiheit, zeigen sie immer wieder ihr Foto herum. Die Hoffnung schwindet, doch sie geben die Suche nicht auf. Der vierte Spielfilm des französischen Regisseurs Oliver Laxe, der in Cannes mit dem Preis der Jury ausgezeichnet wurde, ist eine Art Roadmovie, bei dem die Stimmung eines Raves beständig nachhallt... Er weckt Gefühle von Trance, die Bilder sind streckenweise fast dokumentarisch, aber immer auch etwas surreal, archaische Landschaftsaufnahmen verbinden sich mit stetig wummernden Beats. Mit seiner Konzentration auf einen Weg durch die Wüste, der treibenden Musik, den dröhnenden Motoren und den abgedrehten Raverfiguren wirkt SIRAT wie eine Arthouse-Variante von MAD MAX. Die Handlung ist überschaubar, auch biografische Hintergründe zu den Figuren gibt es nur spärlich. Im Zentrum steht die Atmosphäre.
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