[Essayfilme] von Jean-Pierre Gorin, USA 1980, 73 min., OmU, 16 mm Grace und Virginia (auch Poto und Cabengo), Zwillingsschwestern aus San Diego, Kalifornien, kamen in die Schlagzeilen, als die Presse hörte, sie hätten eine eigene Sprache erfunden. Auch Jean-Pierre Gorin versuchte das Rätsel zu lösen, und zwar die Frage: Was sagen sie? "Ich, ein Erzähler mit französischem Akzent, ging hin, um sie zu hören. Im Verlauf musste ich auf andere Stimmen hören, die ihr Leben bestimmt hatten: ihre Eltern, ihr Therapeut, die Linguisten, die ihre Sprache zu entziffern suchten. Schließlich hatte ich einen Film, der sowohl einen Fall dokumentierte als auch eine Geschichte erzählte, die Geschichte meiner Beziehung zu den Zwillingen. Er handelt von einem unstrukturierten Diskurs, "der Sprache der Zwillinge", der umgeben ist von strukturierten Diskursen (dem Diskurs der Familie, dem Diskurs der Medien, dem Diskurs des Therapeutischen, dem Diskurs des Dokumentarfilmmachens). Schließlich verstand ich etwas davon, dass wir nicht sprechen, sondern man durch uns spricht." (J.P. Gorin) Jean-Pierre Gorin gründete zusammen mit Jean-Luc Godard 1969 das Kollektiv "Groupe Dziga Vertov". Mitte der 1970er Jahre ging er in die USA und lehrte an der University of California in San Diego. Gefördert vom Kulturbüro der Stadt Hannover
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