von Alexandre Koberidze, D/Georgien 2025, 186 min., O.m.U., mit David Koberidze, Otar Nijaradze, Irina Chelidze u.a. Als die junge Sportfotografin Lisa verschwindet, beschließt ihr Vater sie zu suchen und macht sich mit ihrem besten Freund, dem mysteriösen Levani, auf eine Reise durch Georgien. Lisa hatte zuletzt Fußballstadien im ganzen Land fotografiert. Mit der vorbeiziehenden Landschaft und von einem Spielfeld zum nächsten ändern sich die Menschen sowie ihre Geschichten. Doch mit jedem Fußballplatz und jedem Dorf scheinen die Chancen, Lisa zu finden, zu schwinden. "Es ist bedrückend und überirdisch, wie sich ein roter Farbfleck oder nahezu immateriell anmutende Pferde durch die Landschaft bewegen, wie sich Lichteinstrahlungen als konturierte Linien ins Bild ziehen, ein See sich als Cut-Out ins Bild frisst oder Auflösungen beim Waschen der Autoscheiben in völlige Abstraktion übergehen. Koberidzes Unschärfepoesie, unterlegt mit mal symphonischen, mal synthetischen Klängen, komponiert von Giorgi Koberidze, scheint unerschöpflich. Dabei ist „Dry Leaf“ mit kaum mehr als nichts entstanden: Koberidze hinter der Kamera, der Vater davor, Bruder Giorgi machte den Ton. Filmemachen aufs Elementarste reduziert, nach dem Prinzip Pflöcke und Wiese." (Esther Buss, Schwäbische)
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