„Stehe ich hinter, vor, unter oder auf der Bühne?“ Maximilian Engel malt, als würde er einer inneren Bewegung nachspüren – einem Flirren zwischen Halt und Auflösung. Seine Leinwände sind Bühnen, auf denen Gesten zu Schatten zu Stimmen werden. Seit einer tiefgreifenden Krise widmet er sich dem „Haltungslosen“ – einem nie endenden Versuch, das Unfassbare zu umarmen, ohne es zu bändigen. Alles lebt! Ein Atemzug zwischen Ordnung und Entgrenzung, zwischen dem, was bleibt, und dem, was entschwindet. Kunst ist für Engel kein Rückzugsort. Sie ist Konfrontation, Begegnung, Offenbarung – der Versuch, mit dem Chaos zu tanzen in Bewegungen, bis es Form annimmt. Schon früh begann er, sich Geschichten auszudenken, nebenbei: fieberhafte Miniaturen, wahnwitzige kurze Kurzgeschichten, die wie Blitze in seine innere Landschaft schlagen. Maximilian Engel lebt mit Schizophrenie. Aus dieser Vielstimmigkeit erwächst eine radikale Wahrnehmung – eine Kunst, die zwischen Realitäten wandert. Geboren in Marburg, aufgewachsen in Oldenburg und immer wieder in Berlin-Neukölln verwurzelt, zeichnet sein Weg ein magisches Dreieck zwischen Ordnung und Wahnsinn, Struktur und Ekstase. Seine Werke sind Gesprächsangebote an die Welt - Fragmente eines Dialogs zwischen Sichtbarem und Unsichtbarem. Sie fordern dazu auf, Realität nicht als feste Form zu begreifen, sondern als schwebenden Zustand.
Erhalte Updates zu deinen Favoriten: neue Termine für Künstler bzw. Locations und Erinnerungen vor Events. Du kannst die Benachrichtigungseinstellungen in deiner Favoriten-Liste jederzeit ändern.