milk! reloaded
Time Warp Eröffnung 2007 - milk: jetzt!
Review/Bericht vom 30.03.2007 | Autor: Andreas Margara
Tags: Time Warp Eröffnung 2007 milk Time Warp DJ Tobi Jonathan Seebase Groover Klein Bassface Sascha D-Man
Review/Bericht vom 30.03.2007 | Autor: Andreas Margara
Tags: Time Warp Eröffnung 2007 milk Time Warp DJ Tobi Jonathan Seebase Groover Klein Bassface Sascha D-Man
Zurück ins Jahr 2007. Wird es auf der milk: jetzt! den Sound von damals zu hören geben oder liegt der Schwerpunkt doch eher auf dem jetzt? Das war die Frage, die kurz vor der Eröffnung zu Recht von allen heiß diskutiert wurde. Denn schon immer haben sich die Macher des milk! zum Ziel gesetzt den Sound an den Puls der Zeit, beziehungsweise vor der Zeit auszurichten. Fest steht: Das milk! von gestern ist Geschichte, aber die Menschen von damals sind wieder vereint.
Genau so setzt sich das „reifere“ Publikum an diesem Abend auch zusammen. Oldskool-Raver und jede Menge milk!-Schnitten von damals. Der Weg führt über den größeren und etwas schlichter gestalteten Floor im Rude7, der fest unter Kontrolle von Holger „Groover“ Klein ist, hinein ins 7er direkt nebenan. Hier ist eine beachtliche, für Time Warp Verhältnisse aber übliche, Laser-Show zu sehen und erste ältere Breakbeat Scheiben ertönen durch die Anlage. Tobi & Jonathan stehen gemeinsam hinter den Decks und harmonieren so, als hätten sie nie aufgehört zusammen aufzulegen. Andauernd sieht man, wie alte Bekannte die Bühne betreten und die beiden begrüßen. Die Gesichter strahlen und das besondere Flair des Abends macht sich breit. Trotzdem ist die Stimmung auf den beiden Floors grundverschiedenen. Höhepunkt dann in der Oldskool Area, als „Bassface“ Sascha Dürk auf der Stage erscheint und sein Oldskool-Set beginnt. Die rauchenden Drums und rollenden Bässe verziert er mit allerhand DJ-Skills aus dem HipHop-Bereich. Häufige Scratches und wiederholte Breaks treiben die Crowd kontinuierlich an. Auch bei dem Icon Resident-DJ überwiegt eindeutig der Spaß beim Auflegen. Oft wechselt er sich mit Tobi ab oder lässt sich Platten von Jonathan zuspielen. Selten sieht man DJs so engagiert und motiviert wie Bassface Sascha beim heutigen Set. Das Publikum dankt es ihm und feiert gehörig ab.
Pünktlich zur Umstellung auf die Sommerzeit ertönen dann auch schon die ersten Happy Breakbeats. Hochgepitchte Vocal-Samples, schnell eingespielte Schlagzeugrhythmen, dazu funky Versatzstücke und Drum-Loops im oberen bpm-Bereich dominieren nun die Klangkulisse. Hold your hands to heaven ist nur der erste von vielen Klassikern, die fortan für eine noch ekstatischere Atmosphäre sorgen. Jetzt steht Tobi wieder an den Tellern, um der Menge Baby D’s Let Me Be Your Fantasy zu servieren. Gänsehaut Atmosphäre und die Party scheint kein Abriss zu nehmen. Die „verlorene“ Stunde der Zeitumstellung wird anschließend noch bis gegen 8 Uhr morgens nachgeholt, ehe die rauschende Eröffnungsparty langsam ausklingt.Neuere Stücke bleiben in dieser Nacht weitgehend aus, so haben sich das die meisten Oldskool-Heads wohl auch erhofft. Entgegen aller Kritik im Vorfeld ist die Party ein voller Erfolg und schon das erste Highlight der TDK Time Warp Festivalwoche. Anlässlich der 400-Jahrfeier wird es in den kommenden Monaten auch noch eine limitierte milk! EP auf dem Mannheimer Hardcore Breakbeat Label Dragon-Technicals-Records zusammen mit Redagain P, Bassface Sascha & Groover Klein auf 12" Vinyl geben. Watch out!
Kontakt | Über regioactive.de | Jobs | Backstage | Partner | Mediadaten | Presse